In-Store-Shopping und Online-Handel

Die Geschichte einer großen Zukunft

Erfahrung ist alles – erst recht im Einzelhandel. Eine positive Customer Experience entscheidet über Sieg oder Niederlage, darüber, ob ein Kunde kommt und bleibt oder sich lieber bei der Konkurrenz umsieht.

Ladenregal mit bunten Hemden

Eine positive Nutzererfahrung ist im Einzelhandel entscheidend.

Im „Retail Digital Trends Survey 2019“ von Riverbed gaben 89 Prozent der befragten Verbraucher weltweit an, dass ein positives digitales Einkaufserlebnis für ihre Loyalität zu Einzelhändlern oder Shops genauso wichtig ist wie die Preisgestaltung. Kunden entscheiden innerhalb weniger Minuten, ob sie tatsächlich im Store einkaufen möchten, in dem sie sich gerade befinden. Hier gilt es, online und offline Eindruck zu hinterlassen. Vor allem an verkaufsstarken Tagen sollten Retailer eine gute Figur machen, denn wer einmal in Ungnade fällt, verschwindet schnell vom Radar. Rabattcodes alleine genügen nicht mehr, personalisierte Marketing-Aktionen zeigen mehr Wirkung. Aber auch unkompliziertes Handling der Online-Accounts ist ebenso wichtig wie das schnelle Klären von Lagerbeständen in den verschiedenen Filialen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 01-02/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo. 


Das anspruchsvollste Kaufverhalten legt die Generation Z an den Tag. Die zwischen 1995 und 2002 Geborenen sind heute die Kunden, die an der vordersten Front der Mobile-Commerce-Revolution stehen. Die Gen Z will eine perfekt ineinandergreifende Vernetzung von klassischem Retail und Online-Shopping. Etwa acht Millionen Deutsche gehören dieser kaufkräftigen Kundengruppe an, die mit Vorliebe das sogenannte „Omnishopping“ betreibt: Produkte werden immer noch in den Stores angesehen, andere Angebote nebenher mit dem Smartphone verglichen, Freunde über die sozialen Medien zur geplanten Investition informiert usw. Diese jungen Verbraucher setzen definitiv die Wegmarken für zukünftiges Konsumverhalten.

Keine zaghaften Einzelvorstöße

Für diese Veränderungen sollten sich die Händler jetzt schon rüsten. Am besten mit einem einheitlichen Ansatz und nicht mit zaghaften Einzelvorstößen. Sparsame und zukunftsscheue Investitionen dieser Art haben den Spielwarengiganten Toys „R“ Us letzten Endes in die Insolvenz getrieben. Die Grundlage, eine Customer Experience der Zukunft zu bieten, liefern dabei Durchbruchstechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge sowie Cloud Computing und heben das Einkaufserlebnis auf ein neues Level. Vorrausetzung dafür ist eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, die das hält, was das moderne Frontend verspricht. Sie ist die Basis für ein einheitliches und effizientes Datenmanagement, das auch bei hoher System-auslastung umgehend die Daten bereitstellt, die Kunden brauchen.

Besonders bei Black Fridays, Cybermondays und an Weihnachten wird es immer verstärkten Zulauf geben, aber der Run auf die Produkte wird immer digitaler. Bei diesen Hauptevents werden ungeahnte Datenmengen zu bewältigen sein. Auf der Basis von SD-WAN verfügen Unternehmen über ein flexibles Netzwerk, das es ihnen ermöglicht, neue Frontend-Lösungen einfach zu implementieren. Darüber hinaus werden die IT-Teams mit Dashboards ausgestattet, die ihnen einen unschätzbaren Einblick in den Zustand ihres Netzwerks geben. Dies ist besonders wichtig, da es nicht ungewöhnlich ist, dass sich die Dev-Teams auf das Hauptevent vorbereiten, indem sie vorzeitig neue Anwendungen und Dienste in der Cloud aufbauen. Die Prüfung kann außerhalb der Öffentlichkeit durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass alles wie geplant funktioniert, bevor es in die Produktion geht.

Aber auch die Stabilität und Skalierbarkeit der Anwendungen sind entscheidend. Alles muss durchgängig funktionieren und in Stoßzeiten erhöhte Aktivität aushalten. Während die Cloud-Umgebung ideal für das elastische Hosting von Anwendungen zu diesem speziellen Zeitpunkt im Handelskalender sein kann, könnte der Ein- und Ausstieg aus der Cloud beim Zugriff auf sie aus mindestens zwei Gründen riskant sein. Erstens, weil die Konnektivität zu den von der Cloud gehosteten Anwendungen höchstwahrscheinlich das Internet für einen Teil oder den gesamten Pfad nutzen wird, was zu einem Verlust an Kontrolle und Transparenz führen könnte. Zweitens ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Netzkapazität ausschließlich für diese Zeit in der Saison bereitgestellt und damit für die Produktion ungeprüft ist.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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