Ein wesentlicher Faktor für die Sicherheit ist nach wie vor die Länge eines Kennwortes.
Passwörter sollen in der Regel vor allem sicher sein – dafür sind sie schließlich gedacht. Geht es nach der großen Mehrheit, spielt offenbar aber die Bequemlichkeit eine weitaus größere Rolle. Darauf könnte man zumindest kommen, wenn man sich die diesjährige Rangliste des Hasso-Plattner-Instituts anschaut. Wie in den Jahren zuvor dominieren hier nämlich überwiegend simple Zahlenfolgen. Derart schwache Passwörter würden Haustüren gleichen, an denen von außen ein Schlüssel stecke, so HPI-Direktor Christoph Meinel. Sie seien geradezu eine Einladung zum Identitätsdiebstahl. Als Grundlage für die Erhebung dienen 500.000 Zugangsdaten aus dem Bestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und dieses Jahr geleakt wurden. Darauf ergab sich folgende Rangliste:
Dass solche Zahlenabfolgen von Angreifern innerhalb kürzester Zeit geknackt werden können, liegt auf der Hand. Ein wesentlicher Faktor für die Sicherheit ist nach wie vor die Länge eines Kennwortes. Während etwa fünfstellige Passwörter durch Brute-Force-Attacken mit einem leistungsstarken Computer relativ schnell geknackt werden können, nimmt der zeitliche Aufwand mit jedem zusätzlichen Zeichen stark zu. Zusammenhängende Wortabfolgen sollten nach wie vor vermieden werden. Darüber hinaus bleibt es wichtig, für jeden Dienst eigene Kennwörter zu erstellten und diese in Regelmäßigen Abständen zu ändern.
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