Die MMS-Abschaltung ist, genau wie die 3G-Abschaltung im vergangenen Jahr, eine von zahlreichen Initiativen, mit denen Vodafone das Netz modernisiert.
Vor 21 Jahren ermöglichte der Multimedia Message Service, kurz MMS, erstmals das Versenden von Fotos und Videos über das Mobilfunknetz. Die Zahlen belegen: Der MMS hat seine besten Tage längst hinter sich. Genauer gesagt seine besten Jahre – denn im Netz des Anbieters erlebte die MMS ihren Höhepunkt vor über einem Jahrzehnt. Im Dezember 2012 sausten deutschlandweit rund 13 Millionen MMS durch das Netz. Seither ist die Nutzung der MMS stetig geschrumpft – bis heute um mehr als 96 Prozent. Stattdessen werden die Fotos vom letzten Strandurlaub und das Video von den ersten Schritten der Enkeltochter über diverse andere digitale Dienste wie Whatsapp oder Threema ausgetauscht.
Die Abschaltung von ausgedienten Services und das Entrümpeln von Altnetz-Technologien sorgt langfristig für stabilere und verlässliche Netze – und trägt gleichzeitig dazu bei, den Energiebedarf zu reduzieren. In den kommenden drei Jahren will der Anbieter mindestens 170 sogenannter Altnetztypen, bestehend aus fast 40.000 Altnetz-Elementen, austauschen oder abschalten – und damit so viel Energie einsparen, dass in diesem Zeitraum 33.000 Haushalte (ausgehend von einem jährlichen Energieverbrauch von 3.000 kWh pro Haushalt) mit Energie versorgt werden könnten. Und genau wie bei der MMS-Abschaltung werden die Nutzer von den Maßnahmen quasi nichts bemerken.
Die SMS, der Short Message Service, mit dem reine Textnachrichten verschickt werden, wird übrigens nicht abgeschaltet. Der SMS-Dienst funktioniert unabhängig vom MMS-Dienst und feierte im Dezember 2022 entspannt sein 30-jähriges Jubiläum.
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