Digitale Workflows dienen der Erleichterung wie auch optimierten Durchführung von Prozessen der Bewohner einer Smart City.
Wir machen unzählige Dinge, jeden Tag gleich – egal ob im Privatleben oder bei der Arbeit. Beispielsweise suchen wir in der Stadt nach Parkplätzen, lösen Fahrkarten oder bestellen Essen. Diese Aufgaben sind wir gewohnt und sie laufen nach einem gelernten Muster ab. Jeder kann diese Muster – oder Workflows – daher auch einfach lernen und ausführen. Doch das gilt nicht nur für Menschen – auch digitale Tools können Prozesse für uns übernehmen. Und das lohnt sich: Software ist dafür ein kostengünstiger sowie intelligenter Kompagnon im Alltag. So kann eine App die nächste Transportmöglichkeit ermitteln, einen zur Abfahrtsstation navigieren und indes die Fahrtgebühr bezahlen. Wenn, wie in diesem Fall, mehrere Aufgaben gleichzeitig automatisiert werden, spricht man von digitalen Workflows. Sie finden in den verschiedensten Bereichen Anwendung und dienen der Erleichterung wie auch optimierten Durchführung von Prozessen der Bewohner einer Smart City.
Die Stadt Genf setzt bereits auf digitale Workflows, um den Kunst- und Kulturbetrieb besonders schnell während der Pandemiesituation finanziell zu unterstützen. Künstler können dank den digitalen Prozessen einen Förderungsantrag leicht über ein Online-Portal einreichen. Die Sachverständigen loggen sich mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung ins sichere Backoffice ein, um Anträge online zu beurteilen und die Zuschussempfänger auszuwählen. Hierbei lenken keine zeitraubenden, bürokratischen Maßnahmen sie von den eigentlichen Aufgaben ab und Anträge werden schneller bearbeitet. Bisher werden Förderungen in Höhe von insgesamt zwei Millionen Franken an Genfer Künstler ausgeschüttet.
Ein weiteres Beispiel ist die Stadt Hanau, die sich im Zuge der Digitalisierung aller Verwaltungsleistungen für eine Plattform entschied, die alle administrativen Prozesse digital vereint. Dadurch werden nicht nur Formulare online angeboten, auch die internen Vorgänge werden unter Einsatz von Rechenleistung effizient erledigt. Routinetätigkeiten werden automatisiert abgearbeitet, während die Mitarbeiter sich auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren. Hier gilt: Je mehr Daten hinterlegt oder über Schnittstellen verfügbar sind, desto höher fällt der Grad der Automatisierung aus. Von beschleunigten Behördenvorgängen profitieren neben den Bürgern der Smart City auch die Mitarbeiter der Verwaltung, denen Arbeitslast abgenommen wird.
Zur Smart City gehören nicht nur digitale Behörden, sondern auch intelligente Parksysteme. Diesem Bereich nimmt sich das Unternehmen Scheidt und Bachmann an. Es setzt auf eine Plattform für digitale Workflows, um den Kunden unkompliziertes, ticketloses Parken rund um die Uhr anzubieten und Schäden auf Parkplätzen und in Parkhäusern effizient zu melden und zu beheben. Mithilfe von Echtzeitdaten wird jeder Serviceanruf analysiert. Darauf aufbauend können Techniker und Ersatzteile bestmöglich eingeplant werden, wodurch eine schnelle Schadensbehebung dank automatisierter Prozesssteuerung erzielt wird.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 01-02/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Anhand der drei aufgeführten Beispiele wird deutlich, welche Vorteile der Einsatz von digitalen Workflows bei der Digitalisierung der Städte heute bietet. Jedoch steckt noch mehr Potenzial in den digitalen Workflows, die Smart Cities in jedem Bereich unterstützen können. Sie können etwa vielfältige Office-Konzepte durch automatisierte Buchungsvorgänge von Büroräumen etablieren. Mit der Lösung Workplace Service Delivery von Servicenow gelingt beispielsweise das Aufsuchen und Buchen von Konferenz- sowie Büroräumen für eine flexible Belegung per Knopfdruck. Damit wird das Modell des hybriden Arbeitsplatzes auf ein neues, komfortables Niveau gehoben und die Organisation der Arbeitnehmer innerhalb der smarten Stadt verändert.
Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus