Da die App immer auf die jeweils aktuelle Shop-Version zugreift, braucht sie selbst kaum Anpassungen und Updates.
Laut einer Studie des Statistikportals Statista aus dem Jahr 2019 schätzen Kunden an Shopping-Apps besonders zwei Dinge: den schnellen Zugang (79 Prozent) und den schnelleren Bestellprozess (56 Prozent). Exklusive Rabatte und Angebote sind 37 Prozent der Befragten wichtig und Push-Nachrichten auf den Bildschirm sowie individuelle Produktvorschläge stoßen bei etwa 20 Prozent der Nutzer auf große Beliebtheit.
Damit liegen die Vorteile des M-Commerce auf der Hand: Weil die Kunden in der App auf ihrem Smartphone meist eingeloggt bleiben, können sie jederzeit und überall bequem losshoppen – ob im Wartezimmer, im Bus oder daheim auf dem Sofa. Gleichzeitig hat der Händler eine Fülle an Möglichkeiten, seine Kunden in Gruppen oder individuell anzusprechen und Impulse zu setzen. Und zwar unabhängig davon, ob bei Endkunden im B2C- oder Einkäufern im B2B-Bereich: Den mobilen App-Komfort schätzen zunehmend alle Zielgruppen.
Mögliche Stolpersteine bei der Einführung einer Shop-App sind jedoch schnell ausgemacht: Nicht nur die Entwicklung kann viel Zeit und Geld kosten, auch die Registrierung im App-Store ist oft langwierig – vor allem, wenn Änderungen und Updates fällig werden, die oft eine erneute Registrierung erfordern. Hinzu kommen Maßnahmen für Marketing und SEO, um die App bekannt zu machen.
Für einen schnellen Live-Gang der App zu geringen Kosten setzen viele Shop-Betreiber auf White-label-Lösungen. „Letztlich mussten wir nur vier Dinge festlegen: das Erscheinungsbild nach unserer CI, die passenden Icons dazu, die Verlinkungen zu unseren Social-Media-Kanälen und eine Beschreibung, um unsere App in die Download-Stores zu bringen“, erklärt Tomasz Stefanowski vom Modehändler Seventyseven. „Die Tools zur Kundenkommunikation sind bereits fix und fertig entwickelt und die Inhalte kommen dagegen direkt aus unserem Online-Shop in die App.“
Im Idealfall fungiert die App als Hub, in dem der Shop mit all seinen bestehenden Funktionalitäten geladen wird. Hat der Händler mehrere Sub-Shops – für verschiedene Länder oder Zielgruppen –, wählt der Kunde nach der App-Installation den gewünschten Shop aus. Der Vorteil für den Händler liegt auf der Hand: eine App für mehrere Shops. Da die App immer auf die jeweils aktuelle Shop-Version zugreift, braucht sie selbst kaum Anpassungen und Updates – und damit auch keine zusätzlichen Registrierprozesse im App-Store.
Damit die Funktionalitäten nahtlos ineinandergreifen und die Kundenkommunikation auf allen Kanälen Wirkung zeigt, sollten App und Shop eng aufeinander abgestimmt sein. Seventyseven setzt deshalb auf Lösungen aus einer Hand. „Unsere App ist – wie unser Shop – im Grunde eine Standardlösung, deren Funktionalitäten schon von Beginn an verknüpft gedacht und dann in unserem Look and Feel umgesetzt wurden und auf personalisierten Commerce ausgerichtet sind“, erläutert Tomasz Stefanowski. „Für beides haben wir mit unserem Partner Websale zusammengearbeitet, so dass nun auch der Support für App und Shop aus einer Hand kommt. Das macht die Abstimmung und Pflege im laufenden Betrieb für uns viel leichter.“
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09-10/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Ihre größte Stärke spielen App-Lösungen im direkten Kundenkontakt aus. Als zentraler Hub zur Shopping-Welt des Händlers ermöglichen sie mehr Kommunikation, mehr Kundennähe und schließlich mehr Konversionen. Über den Log-in weiß der Händler genau, mit wem er es zu tun hat, und kann automatisch personalisierte Angebote ausspielen. Apps bieten zudem viele Möglichkeiten, Kunden mit individuellen Push-Nachrichten persönlich anzusprechen. Versandinformationen zu Bestellungen per Push-Nachricht zu erhalten, sind dabei fast schon Standard. Persönliche Geburtstagsgrüße, Warenkorb-Reminder oder Nachrichten an Kunden in einem selektierten PLZ-Bereich für Aktionen im Store runden die Customer Journey ab und werten den gesamten Shop auf. Letztendlich geht es darum, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, egal auf welchem Kanal.
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