City-Mobility-Index

Diese Städte sind führend in der Mobilität

Berlin und Auckland sind weltweit führend in der urbanen Mobilität – das ergibt eine neue Analyse aus der Studie „Mobility Futures“ von Kantar.

Mobilität in der Stadt

Im Rahmen der Studie „Mobility Futures“ wurden über 20.000 Stadtbewohner zu ihren Einstellungen und Präferenzen in Bezug auf Mobilität in ihrer Stadt befragt.

Die deutsche Hauptstadt führt den „City-Mobility-Index“ an, da sie einen kostengünstigen und einen einfachen Zugang zu einer Vielzahl von öffentlichen Verkehrsmitteln und Mitfahrgelegenheiten bietet. Umgekehrt stehen Johannesburg, Sao Paulo und Nairobi aufgrund der begrenzten öffentlichen Verkehrsinfrastruktur an letzter Stelle im Ranking. Der Index bewertet, wie bezahlbar und verfügbar verschiedene Verkehrsoptionen sind.

Die Top 10:

1. Berlin: 90.7
2. Auckland: 90.0
3. Moskau: 84.1
4. New York: 82.9
5. München: 79.5
6. Milan: 79.0
7. Montreal: 78.5
8. Warschau: 78.4
9. London: 75.1
10. Paris: 74.7

Auch München erzielt beim Index mit Platz 5 einen der vorderen Ränge, womit beide deutschen Städte im internationalen Vergleich möglichst vielen ihrer Bürger Zugang zur städtischen Mobilität ermöglichen.

Die Studie „Mobility Futures“ basiert auf mehr als 20.000 Interviews mit Bewohnern in 31 Städten und Tiefeninterviews mit 53 weltweit führenden Mobilitätsexperten. Ihr Ziel ist es, als Informationsgrundlage für die Planung und Entwicklung des städtischen Verkehrs auf der ganzen Welt zu dienen und zur Entwicklung von Geschäftsstrategien für neue und bestehende Akteure im Verkehrs- und Mobilitätssektor beizutragen.

Die Studie bewertet zudem die größten Städte der Welt im Pendler-Index „Green-Commuter-Index“ nach ihrer Umweltbilanz. Der Analyse zufolge sind asiatische Städte führend beim klimaschonenden Pendeln: Tokio liegt auf Platz 1 gefolgt von Peking und Singapur. Dies ist auf einen geringen Anteil an Einzelfahrern und einen hohen Anteil an Fußgängern, Radfahrern und Nutzern des ÖPNV zurückzuführen. In Europa gilt London aufgrund seines ausgedehnten Bahn- und U-Bahn-Netzes als umweltfreundlichste Pendlerstadt.

Die deutschen Städte fallen im „Green-Commuter-Index“ zurück, da sowohl München als auch Berlin mit 30 Prozent bzw. 26 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Einzelfahrern hat. Jedoch zeigt Studie auch, dass viele Autopendler nach alternativen Wegen suchen, um sich in der Stadt zu bewegen. Bei ihnen wächst der Wunsch, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder als Beifahrer im Auto unterwegs zu sein.

Viele unterschiedliche Verkehrs-Apps

Das Auto ist immer noch König: Trotz wachsender Umweltbedenken lieben Pendler ihr Auto immer noch – sei es als Statussymbol, weil es bequem ist oder oft auch aus Not heraus aufgrund fehlender Alternativen. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs löst deutlich häufiger negative emotionale Reaktionen aus als die Nutzung der anderen Verkehrsmittel. So wünschen sich viele ÖPNV-Nutzer weltweit die Möglichkeit, auf ein anderes Verkehrsmittel umzusteigen – z.B. auf das Fahrrad oder E-Bike.

Die Bewohner der Städte Südostasiens benutzen besonders viele unterschiedliche Reise- bzw. Verkehrs-Apps, um in ihrer Stadt mobil zu sein. In China hingegen ist die durchschnittliche Anzahl der Apps niedriger als im Rest der Welt, da Auto- und Bike-Sharing-Anbieter bereits in andere weit verbreitete Apps wie Baidu, Alipay und Wechat integriert sind, um ihre Angebote noch besser zugänglich zu machen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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