Smartphone steuert das Glockengeläut

Digitale Helferlein für die Kirchengemeinde

Das hessische Start-up Smartcustos und die Deutsche Telekom ermöglichen kleinen Kirchengemeinden mit einer smarten Box im Internet der Dinge, das Glockengeläut aus der Ferne zu steuern.

Kirchenglocken

Das Läuten von Kirchenglocken aus der Ferne steuern – dieses Beispiel zeigt, wie vielfältig sich das Internet of Things einsetzen lässt.

Die Internet-of-Things-Lösung (IoT) entspringt einer steigenden Herausforderung: In Deutschland sind viele Pfarrstellen und Kirchengemeinden zusammengelegt worden. Um Pfarrer und Küster zu entlasten, hat Smartcustos deshalb speziell für kleine Kirchengemeinden eine smarte Glockensteuerung entwickelt. Über die IoT-Box lässt sich das Glockengeläut von einem PC oder Smartphone aus mit einer beliebigen Kalender-App automatisch aktivieren und stoppen. Das Gerät ist mit einem Mobilfunkmodem sowie externen Sensoren für Temperatur und Feuchtigkeit ausgestattet. Installationen, Kabel oder spezielle Software für die Box sollen nicht nötig sein.

Effizient läuten, heizen und belüften

Statt zur Kirche zu fahren, um die Steuerung der Glocken händisch zu starten, können Pfarrer oder Küster dies jetzt mit einem simplen digitalen Kalendereintrag von zu Hause aus erledigen. Über die Lösung lassen sich auch neue Läutsequenzen programmieren, so die Anbieter. Ein weiterer Vorteil: Die Sensoren messen Temperatur und Feuchtigkeit im Kirchenschiff sowie an der Orgel. Die Daten werden automatisch via Mobilfunk in die Cloud übertragen und sollen so ein präziseres Beheizen und Belüften der Kirche ermöglichen. Das spare Heizkosten und sei zudem wichtig für Kunstwerke oder die empfindliche Orgel.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok