Papierlose Prozesse

Digitalisierungspaket 
für die Lieferlogistik

Der Handel braucht wirtschaftliche IT-Lösungen. Hohe Verfügbarkeit durch robuste und zuverlässige 
Hardware ist zwar generell nicht billig, aber durchaus rentabel. Eine Amortisation 
nach wenigen Monaten soll keine Seltenheit sein.

Mobiles Warenwirtschaftssystem

Viele Brauereien und Getränkehändler nutzen das mobile WWS in Verbindung mit Handhelds.

Für zahlreiche Lieferdienste und Frischehändler rechnet sich z.B. schon seit mehreren Jahren die Investition in das mobile Warenwirtschafts- und Informationssystem (WWS) Mowis der Movis Mobile Vision GmbH mit Multifunktionsterminals von Casio. Möchte der Anwender jedoch preiswerte Consumer-Hardware wie handelsübliche Smartphones – mit Schutzhülle oder in Rugged-Ausführung – und Android-Betriebssystem einsetzen, soll dies nun in mehreren Varianten möglich sein: Man kann die Geräte beispielsweise selbst beschaffen und die Mowis-Software im Rahmen einer Nutzungsvereinbarung ab 29 Euro pro Monat mieten oder mit dem Low-Budget-Paket für einmalig 390 Euro (ohne Hardware) oder 890 Euro (mit Rugged-Smartphone und 58 mm Mobildrucker) kaufen.

Der Bedarf an alternativen Nutzungsmodellen entstand erst mit der Verbreitung preiswerter Smartphones. Das Paket „Low Budget“ soll dabei auf handelsüblichen MDE-Geräten lauffähig sein, wie etwa dem Multifunktionsterminal IT-9000, aber auch auf fast allen Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem. Entwicklungs-Tools sowie die modulare Struktur der neuen WWS-Version sollen schnelle Anpassungen an ausgefallene Kundenwünsche erlauben.

Mit dem mobilen WWS und multifunktionalen Handterminals lassen sich z.B. die Prozesse der Getränkelogistik optimieren. Solch eine Lösung erlaubt neben Datenerfassungs-Features die mobile Belegerstellung und die Nutzung auch ohne einen Drucker. Die Belege werden dann per E-Mail direkt an den Kunden übertragen. Fahrer bewältigen die Erfassung ihrer Lieferungen, Retouren und Leergutrücknahmen papierlos. Zum Abschluss des Kundenbesuchs können Lieferschein, Retouren- und Zahlungsbelege mit aktuellen Daten ausgedruckt, bargeldlose Zahlungen entgegengenommen und alle Angaben zur späteren Übergabe an das zentrale Warenwirtschaftssystem des Unternehmens gespeichert werden.

Variable Datenstruktur

Für einen großen süddeutschen Getränkefachgroßhändler wurde z.B. der Etagenverkauf bzw. die Etagenlieferung realisiert. Dabei erhält der Fahrer schon vor dem Abladen eine genaue Information, in welche Etage er was liefern muss. Andere Anwender nutzen die GSM-Möglichkeit, um die aktuellen Lieferungen und Rücknahmen von unterwegs aus direkt an das zentrale Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) zu übertragen. Die variable Datenstruktur von Mowis soll in Verbindung mit dem Schnittstellen-Layer „Movisagent“ eine schnelle Anpassung an unterschiedlichste ERP-Systeme erlauben. Das mobile WWS werde bei einer steigenden Anzahl von Anwendern des ERP-Systems L.i.S.A genutzt, einer Standard-Software für den Getränkefachgroßhandel. Mowis verfüge darüber hinaus über Schnittstellen zu diversen ERP-Systemen.

Auch Brauereien und Lebensmittel- bzw. Frischelieferdienste nutzen die Lösung in Verbindung mit ERP-Systemen. Die Paulaner Brauerei in München soll einer der ersten Anwender sein. Die Radeberger-Gruppe nutze die aktuelle Version der Lösung zusammen mit Multifunktionsterminals. Der Datenaustausch erfolge mit SAP und auch noch mit Orga Soft. Fako in Neuss setze ebenfalls seit fast 15 Jahren auf das WWS. Täglich seien über 100 Fahrzeuge mit dem mobilen System unterwegs. Weitere Anwender sind Getränke Schneider, die Regensburger Getränke Logistik, Vendis – eine Tochter der Karlsberg Brauerei –, die Stiegl Brauerei, die österreichische Brauunion sowie die Privatbrauerei Nordbräu aus Ingolstadt.

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