Jeder zweite Deutsche nutzt Cloud-Speicher
Europäische Standorte der Cloud sind immer mehr Deutschen wichtig
Bedenken bei nicht-europäischen Cloud-Standorten
Bedenken bei nicht-europäischen Cloud-Standorten
STRATO, einer der führenden Webhosting-Anbieter Europas, hat in einer repräsentativen Forsa-Studie die Nutzung von Cloud-Speichern in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Cloud-Speicher sind heute für die Mehrheit der Deutschen selbstverständlich, doch die Frage, wo Daten gespeichert werden und wer darauf zugreifen kann, ist für viele zunehmend entscheidend. Digitale Souveränität ist damit nicht nur im Business- und öffentlichen Bereich relevant, sondern mit der klaren Erwartungshaltung deutscher Cloudnutzer:innen im Privatbereich längst zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema geworden.
Drei Viertel der befragten Cloudnutzer:innen (75 Prozent) wollen, dass keine außereuropäischen Institutionen Zugriff auf ihre Daten haben. Entsprechend legen 73 Prozent Wert auf einen europäischen Serverstandort und die Einhaltung der DSGVO (und anderer Datenschutzrechte). 67 Prozent geben zudem an, bei Cloud-Diensten von außereuropäischen Anbietern datenschutzrechtliche Bedenken zu haben. Dies ist besonders bei Befragten über 30 Jahren der Fall (30–44 Jahre: 64 Prozent; 45–59 Jahre: 68 Prozent; 60–75 Jahre: 82 Prozent).
Etwa zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) nutzen Cloud-Speicher bereits zur Sicherung ihrer privaten Daten. Das wichtigste Auswahlkriterium bei der Anbieterwahl ist laut Forsa-Studie für 83 Prozent der geräteübergreifende Zugriff. Gleichzeitig fordern viele Nutzer:innen klare und verständliche Rahmenbedingungen: Mehr als die Hälfte achtet auf Vertragskonditionen (58 Prozent) oder Verschlüsselung (52 Prozent). Für jeden Zweiten ist die Speicherung in Deutschland oder der EU ein ausschlaggebendes Kriterium (50 Prozent).
65 Prozent der Cloudnutzer:innen geben an, dass ihnen ein europäischer Serverstandort und DSGVO-Konformität wichtiger sind als ein günstiger Preis – selbst wenn europäische Anbieter etwas teurer wären. Nur 39 Prozent bevorzugen ausschließlich EU-Cloud-Dienste, wenn diese nicht mehr kosten als außereuropäische Angebote. Im Vergleich zu ähnlichen Daten aus der STRATO-Studie 2019 lässt sich ein Wachstum interpretieren: Sowohl die Bedeutung des europäischen Serverstandorts (2019: 64 Prozent; 2025: 73 Prozent) als auch die Zahlungsbereitschaft für eine EU-Cloud (2019: 52 Prozent; 2025: 65 Prozent) erzielen im Jahr 2025 deutlich höhere Prozentzahlen.
Wer keinen Cloud-Speicher nutzt, führt vor allem Sicherheitsbedenken an: 88 Prozent speichern Daten lieber lokal, 79 Prozent fürchten unbefugten Zugriff. Skepsis überwiegt bei den Nicht-Nutzer:innen: Immerhin 40 Prozent von ihnen können sich vorstellen, zumindest künftig deutsche Cloud-Speicher zu verwenden – vor allem für Fotos, Backups oder um unabhängig von eigenen Geräten auf Daten zugreifen zu können.
Zunehmend wichtig werden auch intelligente Funktionen: Knapp drei Viertel der Cloudnutzenden unter den Befragten (74 Prozent) wünschen sich laut Forsa eine automatische Erkennung und Warnung bei verdächtigen Zugriffen. Deutlich mehr als die Hälfte erwartet technische Unterstützung beim Aufräumen und Löschen doppelter Dateien (63 Prozent) oder eine intelligente Suchfunktion (60 Prozent). Damit zeigt sich: Die Erwartungen an moderne Cloud-Dienste reichen über reinen Speicherplatz weit hinaus – Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit stehen zunehmend im Zentrum.
„Die Ergebnisse unserer Cloudnutzungs-Studie zeigen sehr deutlich: Digitale Souveränität ist eine zentrale Erwartung aus allen Teilen der Gesellschaft – sei es im Business, im öffentlichen oder im privaten Kontext“, sagt Dr. Jens Reich, Geschäftsführer von STRATO. „Jetzt gilt es, europäische Alternativen konsequent auszubauen und Vertrauen durch Transparenz und Sicherheit zu stärken. Als ein europäisch führender Anbieter sehen wir es genau deshalb als unsere Aufgabe, Privatkunden, Selbstständigen und KMU sichere, DSGVO-konforme und zukunftsorientierte Lösungen bereitzustellen.“
Bilder: Strato