Dropbox tut sich in Deutschland bei den Unternehmenskunden schwer: Verglichen mit den 30 Millionen deutschsprachigen Privatnutzern sind die 4.000 Unternehmenskunden ein zartes Pflänzchen. Dass die Dropbox-Cloud in Deutschland nicht gedeihen will, liegt an den nicht unberechtigten Vorbehalten deutscher Unternehmensnutzer, die im Angesicht der Safe-Harbor-Aufkündigung und unzulänglichen Privacy-Shield-Vereinbarungen bestärkt wurden.
Der US-Cloudspeicherdienst will daraus nun offenbar Konsequenzen ziehen: Das Unternehmen will künftig die Daten deutscher Kunden nur noch in Deutschland speichern, berichtet die WirtschaftsWoche. Das Angebot richtet sich zunächst nur an Unternehmenskunden. Die Speicherung in Deutschland soll voraussichtlich im dritten Quartal diese Jahres beginnen. Das Unternehmen will allerdings laut dem Bericht dazu kein eigenes Rechenzentrum eröffnen. Dropbox betreibt grundsätzlich kein keine eigenen RZs, sondern nutzt die Dienste von Amazons Web Services. Eine mögliche Variante wäre wie zuletzt Microsoft und die Telekom eine Kooperation mit einem deutschen RZ-Betreiber.