Nionex gibt Tipps zur mobile Unternehmensstrategie

E-Commerce-Lösungen einbinden

Im heutigen Zeitalter der mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets rückt für viele Unternehmen eine mobile Strategie mehr und mehr in den Fokus. Doch bei deren Entwicklung ist es wichtig, den Überblick zu behalten und trotzdem Details zu beachten.

  • Roland Leiße, Nionex

    Roland Leiße, Key Account Manager bei Nionex

Im Interview erklärt Roland Leiße, Key Account Manager bei Nionex, warum es wichtig ist, dass Firmen auf Augenhöhe mit ihren Kunden kommunizieren.

Herr Leiße, welcher Trend lässt sich derzeit im Bereich der digitalen Kommunikation auf dem Markt erkennen?
Roland Leiße:
In der digitalen Kommunikation beobachten wir drei aktuelle Trends: Responsive Webdesign, Mobile First und Content Marketing. Responsive Webdesign sorgt dafür, dass sich Websites an der jeweiligen Browserauflösung orientieren und geräteunabhängig darzustellen sind, während sich Unternehmen im Rahmen der Forderung nach Mobile First überlegen sollten, ob ihr Angebot und ihr Geschäftsmodell auch im Bereich Mobile funktionieren und wie der mobile Kanal bei Bedarf zu gestalten ist.

Content Marketing ist hierzulande noch in der Entstehung begriffen. Mit einer passenden Strategie holen Unternehmen ihre Zielgruppe optimal ab und sorgen dafür, dass sie sich an ihre Marke bindet. Hierfür müssen Firmen allerdings auf Augenhöhe mit ihren Kunden kommunizieren, indem sie ihnen relevante, hilfreiche und unterhaltsame Inhalte anbieten, die nur mittelbar mit den eigenen Produkten und Lösungen zu tun haben.

Worauf kommt es bei der Erstellung von Mobile-Marketing-Strategien im heutigen Zeitalter der Smartphones, Tablets und Co. an?
Leiße:
Bevor sich Unternehmen mit einer möglichen Strategie beschäftigen, müssen sie die digitale Revolution als Tatsache überhaupt erst akzeptieren. Viele Firmen erkennen dann, dass eine Mobile-Strategie ebenso relevant ist wie Konzepte für Cross-Channel- und Multi-Channel-Marketing. Bei der Strategieentwicklung ist es dann wichtig, den Überblick zu behalten und trotzdem Details zu beachten bzw. Projekte komplett zu durchdenken. Ist die eigene Website nicht mobil verfügbar, kommt man mit einer App nicht weit.

Auch die Integration einer App in die IT ist wichtig, weil sonst bei der Aktualisierung der App erhöhte Prozessdurchlaufzeiten und gesteigerte Kosten entstehen können. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Sicherheit – von sicheren Nutzerprofilen über zuverlässigen Schutz vor Malware bis hin zur Deployment-Strategie. Das Mobile Device Management (MDM) können Unternehmen dabei an einen Dienstleister auslagern.

Nionex bietet u.a. Lösungen für die Bereiche Onlinemarketing, E-Commerce, PIM und CMS, aber auch mobile Applikationen und Hosting. Welche Zielgruppe möchten Sie mit Ihrem Angebot erreichen?
Leiße:
Generell richten wir uns mit unserem Angebot an mittelständische und große Unternehmen aus Industrie und Handel. Unsere verschiedenen Lösungen adressieren unterschiedliche Zielgruppen: Für Handelsunternehmen entwickeln wir maßgeschneiderte E-Commerce-Lösungen, die wir in ihre IT-Landschaft integrieren. So können B2B- oder B2C-Unternehmen über alle Verkaufskanäle hinweg Umsatzsteigerungen erzielen. Für Unternehmen aus der Industrie setzen wir individuelle Corporate-Web-, Intranet- und Extranet-Lösungen um. Für die zentrale und medienneutrale Speicherung aller vermarktungsrelevanten Produktinformationen integrieren wir das Product-Information-Management-System (PIM) von Informatica.

Mit der Mobile Suite bieten wir Handels- und Industrieunternehmen ein ganzheitliches Angebot in der Entwicklung von Enterprise-Apps. Unsere Rechenzentren bieten die Infrastruktur für den Betrieb der technischen Umgebung. Neben Cloud Computing gehören auch Application Hosting und Web Hosting zu unserem Angebot. Desweiteren unterstützen wir Unternehmen bei der Analyse ihres Onlinemarketingbedarfs und entwickeln bedarfsgerechte Kampagnen in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenmarketing (SEM) und Suchmaschinenwerbung (SEA). Auch die Umsetzung der Kampagnen und das Web-Controlling gehören zu unserem Leistungsumfang.

Welchen Stellenwert nimmt die Entwicklung mobiler Applikationen mit der Mobile Suite in Ihrem Portfolio ein?
Leiße:
Einen sehr großen. Mobile Applikationen sind für viele Menschen unverzichtbar: Sie vergleichen Preise, rufen Fahrpläne ab, lesen Bewertungen etc. Neue Produkte, wie etwa Google Glasses oder die Smartwatch, zeigen, dass mit weiteren Innovationen zu rechnen ist. Wir sind gut darauf vorbereitet, die entsprechenden User Interfaces zu konzipieren, zu designen sowie zu programmieren und die Prozesse in die jeweiligen Backend-Systeme zurückzuführen.

Wie sind Sie im Bereich M-Commerce aufgestellt?
Leiße:
Wir verfügen über langjährige Erfahrung im E-Commerce. Durch unser strategisches Vorgehen sowie unsere technische und konzeptionell-designerische Aufstellung können wir Shopbetreiber in der Aktivierung des mobilen Kanals unterstützen. Sie profitieren von E-Commerce-Sonderlösungen, wie etwa dem Informatica2Oxid-Modul für die Integration von Shopplattform und Produktinformationsmanagement – was optimierte Produktdarstellungen in Produktvergleichs-Apps oder mobilen Webshops ermöglicht. Und Location-based Services oder mobile 3D-Produktkonfiguratoren führen dazu, dass Endkunden ihr Shoppingerlebnis kanalübergreifend genießen und dass Shopbetreiber von optimalen Frontend- und Backend-Prozessen profitieren.

Wie gestaltet sich bei Ihnen generell ein App-Entwicklungsprozess für Smartphones und Tablets?
Leiße:
Mit unserer Mobile Suite haben wir ein Dienstleistungsangebot etabliert, das den kompletten Entwicklungs- und Rolloutprozess einer Business-App umfasst: von der strategischen Beratung und der individuellen Anforderungsanalyse über die inhaltliche und funktionale Konzeption der App, das Front-end-Design der Benutzeroberfläche, die Implementierung und Backend-Integration der Business-App bis hin zu Onlinemarketing, Analytical Tracking und weiteren Services.

Inwiefern sind Ihre Kunden in den Prozess eingebunden?
Leiße:
Zu Beginn eines Projekts beschäftigen wir uns gemeinsam mit unseren Kunden sorgfältig mit strategischen Fragen: Wie tief soll die App in die Unternehmens-IT integriert sein? Wie lässt sie sich optimal in das bestehende Geschäftsmodell integrieren? Welche IT-bezogenen und kommunikationsorientierten Prozesse soll die App abbilden? Diese Fragen in enger Zusammenarbeit zu klären, bildet die Grundlage für ein durchdachtes und umsetzbares Konzept, das wiederum Entwicklungs- und Implementierungsaufwand spart. Im Projektverlauf kann der Kunde durch unsere agile Entwicklung früh auf einen Softwareprototyp zugreifen und die Entwicklung aktiv mitgestalten. Außerdem stellen wir unseren Kunden für die Dauer des Projekts einen dedizierten Ansprechpartner zur Verfügung und übernehmen das Update- und Releasemanagement im Rahmen definierter SLAs.

Bei der App-Entwicklung ist Ihr Fokus derzeit auf zwei Haupttechnologien gerichtet: iOS und Android. Warum lassen Sie beispielsweise Windows Phone 8 und Blackberry außen vor?
Leiße:
Wir fokussieren uns auf iOS und Android, weil die Zielgruppen unserer Kunden derzeit noch nicht nach Apps fragen, die auf anderen Technologien basieren. Aber wir können mobile Anwendungen auch für Windows Phone 8 und Blackberry entwickeln. Zwischen Mai und Juli 2013 lagen die Marktanteile von Android und iOS in Deutschland laut Kantar Worldpanel bei 76,8 bzw. 11,2 Prozent. Die übrigen mobilen Betriebssysteme sind weit abgeschlagen.

Welches Interesse der Businessanwender nehmen Sie bezüglich Firefox OS wahr?
Leiße:
Keines. Firefox bietet zwar eine gute Plattform, kommt aber zu spät, um den Platzhirschen die Stirn zu bieten. Firefox OS müsste revolutionäre Ansätze bieten – was derzeit (noch) nicht der Fall ist –, um weltweit relevante Marktanteile von drei Prozent und mehr zu erreichen. Hinzu kommt, dass es bei Firefox OS als Webplattform fraglich ist, wie weit Business-Apps darauf realisiert werden können.

Wann sollten die Anwender auf Web-, wann indes auf native Apps setzen?
Leiße:
Native Apps werden für einen bestimmten Endgerätetyp entwickelt. Als digitale Maßanfertigungen unterstützen sie die spezifischen Funktionen des jeweiligen Endgeräts wie etwa Kamera, GPS, Gravity Sensor etc. So ist es beispielsweise möglich, einen QR-Code mit der Kamera einzuscannen oder per GPS zu navigieren. Anders als Web- und Hybrid-Apps benötigen native Apps nicht zwingend Internetzugriff. Im Gegensatz dazu besteht der Vorteil von Web-Apps gerade darin, dass sie ohne Installation über den Browser des Mobilgeräts verfügbar sind. Zudem unterstützen sie bestimmte Gerätefunktionen wie die Touch-Bedienung.

Welche weiteren Mobility-Themen erachten Sie als besonders wichtig?
Leiße:
Produktkonfiguratoren sind ein Thema, mit dem wir uns derzeit intensiv beschäftigen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Zusatzinformationen und -services bereitstellen, die der stationäre Handel in dieser Form nicht bieten kann. Dem Außendienst dienen solche Tools als Argumentationshilfe im Verkaufsgespräch, während Endkunden ihre Vorstellungen eines Produkts visualisieren können. Für Nolte Küchen etwa haben wir bereits 2012 einen 3D-Küchenplaner entwickelt. Während handelsübliche Konfiguratoren eine Küche auf Basis von Raum- und Möbelmaßen planen und so ein Modell erzeugen, in dem man nur mit viel Phantasie eine echte Küche erkennen kann, vermittelt der Nolte-Konfigurator, der als Webapplikation und per iPad-App zugänglich ist, einen realistischen Eindruck vom tatsächlichen Aussehen einer Küche. Aufgrund der Dreidimensionalität, der Perspektive in Augenhöhe und der visuellen Details wirkt es, als würde man eine Küche vor Ort betrachten.

 

Roland Leiße …

... ist Key Account Manager bei Nionex. Als Ver-antwortlicher für das Business Development im Mobile Sektor entwickelte er gemeinsam mit seinem Team die Mobile Suite. Zudem agiert er als Coach in den Bereichen E-Business, Online- und Multi-Channel-Marketing. Vor seinem Wechsel zu Nionex bekleidete er leitende Positionen in verschiedenen, teilweise internationalen Unternehmen und Projekten der IT- und Medienbranche und war als Trainer, Berater, Account- und Partnermanager tätig.

Nionex
Die 2000 gegründete Nionex GmbH mit Sitz in Gütersloh ist ein Full-Service-Dienstleister für digitale Kommunikation, E-Commerce und Application Hosting. Die Bertelsmann-Tochter bietet digitale Kommunikations- und Verkaufsplattformen aus einer Hand. Für Handelsunternehmen entwickelt Nionex maßgeschneiderte E-Commerce-Lösungen, integriert diese in die IT-Landschaft und optimiert auch die nachgelagerten Auftragsverarbeitungsprozesse. Für Industrieunternehmen setzt die Firma individuelle Corporate-Web-, Intranet- und Extranet-Lösungen um. Zur zentralen Speicherung von Produktinformationen integriert Nionex das Informatica-PIM-System. Kunden profitieren bei allen Projekten von Technologiepartnerschaften. Die Mobile Suite, ein Dienstleistungsangebot im Bereich Enterprise-Apps, komplettiert das Portfolio.

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