Sprachkenntnisse verbessern

E-Learning-Apps: Weiterbildung für unterwegs

Für internationale Firmen sind exzellente Fremdsprachenkenntnisse ihrer Mitarbeiter unabdingbar. Eine Studie von Rosetta Stone zeigt jedoch, dass deutsche Arbeitnehmer oft nicht in der Lage sind, sich in Englisch oder anderen Sprachen den Anforderungen gemäß zu artikulieren. Moderne E-Learning-Apps können an dieser Stelle hilfreiche Dienste leisten.

Weiterbildung für unterwegs

Weiterbildung für unterwegs: Dank E-Learning-Apps ist das Lernen von Fremdsprachen an jedem Ort möglich.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Führungskräfte bestätigten in einer Studie, die der Bildungstechnologie-Anbieter Rosetta Stone im Herbst 2014 in Deutschland und Großbritannien in Auftrag gab, dass ihre Mitarbeiter ihre Kompetenzen in mehreren Sprachen verbessern müssen. Denn Defizite im sprachlichen Bereich erschweren nicht nur die interne Zusammenarbeit, sondern auch die Interaktion mit Kunden und Partnern. Das kann bares Geld kosten. Umgekehrt sind gute Sprachkenntnisse ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg und können direkten positiven Einfluss auf Profitabilität und Geschäftsentwicklung nehmen. Dieser Ansicht sind nicht nur drei Viertel (79 Prozent) der befragten Führungskräfte. Auch internationale Untersuchungen deuten in diese Richtung: So ergab eine Studie der Beratungsfirma Bain & Company, dass der Umsatz eines Unternehmens um 25 bis 85 Prozent erhöht werden kann, wenn die Kundenbindung um lediglich 5 Prozent gesteigert wird.

In Sachen Produktivität der Mitarbeiter erwarten sich zwei Drittel der Studienteilnehmer deutliche Verbesserungen durch verstärktes Sprachtraining. Denn die Ausbildung sprachlicher und kultureller Fertigkeiten reduziert operative Fehler und den damit verbundenen Zeitverlust. Auch eine weltweite Kundenbefragung des Bildungsspezialisten aus dem Frühjahr 2015 unterstreicht dies. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben dort an, dass sie durch das Sprachtraining mindestens drei Stunden pro Woche einsparen konnten.

Englisch hat die Nase vorne

Laut Führungskräftestudie sagen nur fünf Prozent der Befragten, dass Deutsch die wichtigste geschäftskritische Sprache ist. Es gaben sogar 40 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass Englisch ihre wichtigste Firmensprache sei. Englisch ist zudem mit weitem Vorsprung vor Spanisch und Französisch die wichtigste Fremdsprache. Mandarin hat in deutschen Firmen erst ab einer Unternehmensgröße von 3.000 Mitarbeitern eine Bedeutung. Interessant dabei ist, dass die guten Sprachkompetenzen unternehmensweit benötigt werden – von der Firmenspitze bis in einzelne Fachabteilungen. Bereiche mit besonders hohem Bedarf sind der Dienstleistungssektor, aber auch IT, Banken und Produktion.

Die meisten Studienteilnehmer arbeiten in ihren Unternehmen momentan mit einem Mix aus verschiedenen Lernmethoden wie Sprachkursen mit einem Lehrer, E-Learning oder „Learning on the job“. Fakt ist jedoch, dass das Sprachentraining bei der Mehrzahl der Unternehmen nicht im erforderlichen Umfang angeboten wird. So bestätigten 70 Prozent der Studienteilnehmer – allesamt Führungskräfte aus Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern – dass Fremdsprachen in ihrem Unternehmen aktuell nicht auf dem Niveau geschult werden, das für multinationale Organisationen notwendig ist. Erschwerend kommt hinzu, dass das Sprachenlernen für die Arbeitnehmer in der Regel nicht obligatorisch ist und entsprechend selten auch genutzt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben dem hohen zeitlichen Aufwand sind auch die örtliche Gebundenheit an einen Sprachkurs häufige Kritikpunkte. Zudem beklagen viele, dass das Lernen in heterogenen Gruppen ineffektiv ist.

Vorteile von E-Learning-Apps

Auch für Arbeitgeber waren die zeitliche Komponente, aber auch die hohen Kosten sowie die Schwierigkeit, unternehmensweit einen durchgehenden Standard zu etablieren, Argumente gegen ein Fremdsprachentraining. Die Mehrzahl der befragten Führungskräfte will künftig jedoch verstärkt auf E-Learning setzen. Für das digitale Training sprechen die vergleichsweise geringen Ausgaben sowie die schnelle Bereitstellung, aber auch die individuelle Anpassung der Lösung an die Bedürfnisse der einzelnen Lerner. Ein weiterer Pluspunkt von E-Learning-Lösungen ist die Einbindung mobiler Anwendungen. Rosetta Stone beispielsweise bietet mobile Apps, die alle Funktionen eines Sprachkurses beinhalten. Damit können die Lernenden selbst bestimmen, wann und wo sie ihre Lektionen starten. Und für die Unternehmen steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Angebot von ihren terminlich oft stark eingebundenen Mitarbeitern auf wirklich genutzt wird.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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