Dank „Live Rank“ werden sämtliche Sportlerdaten in Echtzeit auf den mobilen Endgeräten von Zuschauern und Trainern angezeigt.
Mit „Live Rank“ hat die Telekom ein neues Tracking-System für den Profi- und Breitensport entwickelt.
Das System besteht aus einer Streichholzschachtel großen Box, die sich beispielsweise am Startnummernband befestigen lässt. Die Lösung ist mit einer SIM-Karte, einem GPS-Modul und weiteren Sensoren ausgestattet. Damit bestimmt Live Rank zum Beispiel beim Marathon die Position eines Läufers und überträgt sie über das Mobilfunknetz an eine Cloud-Plattform. Hier laufen alle Daten zusammen und lassen sich über App oder Browser am Wettkampfort oder von Zuhause abrufen.
Ob über Tablet, Smartphone oder Computer – auf einer Live-Karte im Web ist die Position jedes Athleten metergenau vermerkt. Darüber hinaus übermittelt die Lösung auch die Geschwindigkeit eines Sportlers, seine Schritte, die jeweiligen Abstände im Feld und kalkulierte Ankunftszeiten. Alle Live-Daten lassen sich zudem filtern, etwa nach Altersklassen. Wer einen Favoriten hat, markiert diesen, um ihn auf der Karte nicht aus dem Blick zu verlieren. Optional misst und überträgt die Box zudem die Herzfrequenz: Über eine Bluetooth-Schnittstelle lassen sich Brustgurte anbinden. Ein weiteres Feature: Das System ist mit einer SOS-Funktion ausgestattet. Im Fall des Falles senden die Sportler einen Notruf samt GPS-Position an eine Rettungsstelle oder eine vorab definierte Person.
Nicht nur Sport-Events – wie die just zu Ende gegangenen Olympischen Sommerspiele in Rio – ziehen das Interesse von Fans rund um den Globus an. Wer Wettkämpfe von zuhause oder unterwegs aus mitverfolgen möchte, der setzt zumeist auf das TV oder Ticker im Web. Live Rank kann zudem als neues und ergänzendes Angebot für den Outdoor-Sport fungieren. Im Juli 2016 kam das System bei der „Challenge Roth“, dem weltgrößten Langdistanz-Triathlon, zum Einsatz. Von den rund 4.000 Startern testeten 130 Athleten die Tracking-Lösung. Das Ergebnis: Bei der reinen Zeitnahme bleibt die Position eines Sportlers auf der Strecke unbekannt. Live Rank dagegen sendet alle zehn Sekunden ein Signal mit den entsprechenden Informationen in die Cloud. Spezielle Tracking-Apps kommen nicht in Frage, da die meisten Smartphones zu groß und zu schwer sind und der Akku die Dauer eines Wettkampfes nicht durchhält.
Die Zuschauer in Roth waren dank der Lösung immer live dabei. Und das auch beim neuen Weltrekord von Jan Frodeno. Als der Ironman-Weltmeister die Langdistanz in der Fabelzeit von 7:35:39 absolvierte, unterbot er damit nicht nur den bestehenden Weltrekord um fast sechs Minuten, sondern ließ es die Zuschauer auf Tablet, Smartphone und Computer sofort wissen: Auch Jan Frodeno hatte ein Live-Rank-System in Roth dabei.
Bildquellen: Thinkstock/Tongro Images, Telekom