Fokus auf Einzelhandel und Remote-Worker

Ein leichtes Spiel für Hacker

Die Jahre 2020 und 2021 waren und sind nicht nur geprägt von der Corona-Pandemie, sondern auch von zahlreichen Cyberangriffen. Hacker haben es dabei vor allem auf die von der Krise gebeutelten und schwächelnden Unternehmen abgesehen, die teils um ihr Überleben kämpfen müssen.

Hacker von hinten

Einzelhandelsunternehmen wurden während der Covid-19-Pandemie ein Hauptziel für Ransomware-Angriffe.

Wie eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, bleibt die IT-Sicherheitslage in Deutschland weiterhin angespannt. Insgesamt beläuft sich der Schaden laut des Digitalverbands auf über 220 Mrd. Euro pro Jahr – neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) wurden im Erhebungszeitraum 2020/2021 zum Opfer. Eine beliebte Methode der Cyberkriminellen sind dabei Ransomware-Angriffe. Das heißt, mithilfe von Erpressungs-Software bzw. Verschlüsselungstrojanern verhindern Eindringlinge den Zugriff eines Computerinhabers auf Daten, deren Nutzung oder gar auf das gesamte System. Für die Freigabe der Daten fordern die Kriminellen Lösegeld.

Ein neuer Report von Sophos beschreibt das Ausmaß sowie die Auswirkungen von Ransomware-Angriffen im Jahr 2020: Eines der Ergebnisse ist, dass Einzelhandelsunternehmen während der Covid-19-Pandemie ein Hauptziel für Ransomware-Angriffe wurden – genau zu der Zeit, als viele erstmals in den Online-Handel eingestiegen sind. Nicht verwunderlich, schließlich war und ist der E-Commerce für viele Unternehmen Neuland – doch aufgrund der Lockdown-bedingten Geschäftsschließungen mussten sie sich kurzerhand neue Vertriebswege suchen, wie Sie in unserer Smart-Retail-Rubrik der aktuellen MOBILE-BUSINESS-Ausgabe lesen. Dabei stand die IT-Sicherheit nicht immer im Fokus.

Der vergleichsweise hohe Prozentsatz der Erpressungsangriffe auf Grundlage von Datendiebstahl im Einzelhandel ist laut Chester Wisniewski, Principal Research Scientist bei Sophos, nicht völlig überraschend. Dienstleistungsbranchen wie der Einzelhandel verfügen schließlich über Informationen, die oft strengen Datenschutzgesetzen unterliegen. Die Angreifer nutzen dann die Angst der Opfer vor den Folgen einer Datenpanne aus.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Neben den Angriffen auf den Einzelhandel hat sich natürlich auch der Fokus auf Remote-Worker und deren mobile Endgeräte als lukratives Geschäft für Cyberkriminelle herausgestellt. Fast Hals über Kopf wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Arbeitnehmer ins Homeoffice geschickt – die Sicherheitsstrategie kam dabei oft zu kurz. Ein gefundenes Fressen für Hacker. Wie Unternehmen jetzt und in Zukunft ihre IT schützen können – sowohl im Office als auch an den Remote-Arbeitsplätzen –, erfahren Sie in unserer Mobile-Security-Rubrik der aktuellen MOBILE-BUSINESS-Ausgabe.

Bildquelle: Thinkstock Photos

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