Start-ups

Einfacher Zugang zur digitalen Welt

MOBILE BUSINESS präsentiert innovative Start-ups, die mit ihren Ideen die mobile Branche aufmischen möchten.

  • Seniorin mit Tablet

    Mehr als 300 Tester, davon 50 Langzeittester der Generation 65+, haben den dreijährigen Entwicklungsprozess des Tablets von Beginn an begleitet.

  • Die Gründer des Tech-Start-ups Nepos: Paul Lunow (li.) und Florian Schindler

    Die Gründer des Tech-Start-ups Nepos: Paul Lunow (li.) und Florian Schindler.

  • Nepos Tablets

    Das Start-up präsentierte auf der Cebit das erste Tablet mit universeller Bedienoberfläche optimiert für die Generation 65+.

Die Gründungsidee

Paul Lunow ist leidenschaftlicher Programmierer und war stets der Systemadministrator der eigenen Familie. Er half der eigenen Großtante Luise Lunow, 86, bei Problemen mit dem Computer, erklärte ihr immer wieder das Gerät, schrieb Memos und liebevolle Gebrauchsanweisungen. Aber auch das half nicht; sie fühlte sich von der komplizierten Technik überfordert. Um Menschen wie Luise auch künftig die soziale und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, haben Paul Lunow und Florian Schindler Nepos gegründet. Das Unternehmen transformiert und kuratiert die jeweils aktuellen digitalen Technologien für die jeweils aktuelle Generation 65+. Das erste Produkt ist das „Nepos Tablet“ mit einer sehr einfachen Bedienoberfläche – dem Universal Interface UI+.

Der Mobility-Gedanke

Mehr als die Hälfte der über 65-Jährigen haben laut „D21 Digital Index 2017/18“ noch keinen Zugang zur digitalen Welt. Das Tech-Start-up macht die Vorzüge der Digitalisierung auch für Senioren zugänglich. Auf der Cebit 2018 stellt das Berliner Unternehmen den marktreifen Prototypen seines Tablets erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. Ende des Jahres soll das Tablet auf den Markt kommen.

Der Kundenstamm

Mehr als 300 Tester, davon 50 Langzeittester der Generation 65+, haben den dreijährigen Entwicklungsprozess des Tablets von Beginn an begleitet.

Zu den potentiellen Nutzern gehören jedoch nicht nur Senioren, sondern alle „digital Abseitsstehenden“, also alle Menschen, die Probleme im Umgang mit Computertechnik haben. Langfristig sind auch internationale Märkte wie China und Japan aufgrund ihrer demografischen Struktur für das Start-up interessant. Zudem ist das Interesse von z.B. Banken, Kliniken, Online-Händlern und Medienhäusern an der Interaktion mit der Zielgruppe 65+ hoch. Ihre Angebote werden von Nepos in kurzer Zeit in das Interface integriert.

Die Zukunftsvision

Bis Dezember 2018 sollen die ersten 5.000 Tablets produziert werden, wofür gerade eine Crowdfunding-Kampagne angelaufen ist. Pünktlich zu Weihnachten werden dann die ersten Geräte unter dem Weihnachtsbaum liegen. In den nächsten Jahren plant das Start-up die Ausweitung der Produktion sowie die kontinuierliche Erweiterung von Inhalten und Angeboten. Über die gleichen Schnittstellen, die auch von Android oder iOS genutzt werden, sollen dann immer mehr internet-basierte Anwendungen integriert werden – wie Banking, Hotelbuchungen und Online-Shopping. Herzstück des Geschäftsmodells ist ein sogenannter Revenue Share, eine Umsatzbeteiligung: Das Start-up verdient an allen Buchungen und Bestellungen, die über das Tablet getätigt werden. Dank der absoluten Stringenz der Bedienoberfläche (UI+) soll die Integration von Partnern in das Interface ab 2020 voll automatisiert werden.

Nepos GmbH
Branche: Technologie
Gründung: 2015
Gründer: Paul Lunow
und Florian Schindler
Geschäftsführer: Paul Lunow
Unternehmenssitz: Berlin
Mitarbeiterzahl: 20
www.nepos.de

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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