Tesla übernimmt Solarcity für 2,6 Milliarden Dollar

Elon Musk arbeitet Masterplan 2 ab

Tesla übernimmt Solarcity für 2,6 Milliarden Dollar. Mit dem Kauf des Energieanbieters kann Tesla eine komplette Lösung anbieten. Ein konsequenter Schritt, sich als Elektroautohersteller darum zu kümmern, wo der Strom für die Autos herkommt.

Powerwall: Elektroautopionier Tesla verkauft auch Batterien für private und geschäftliche Anwender

Tesla übernimmt die Ökostromfirma Solarcity für 2,6 Milliarden Dollar. Dies gab der Elektroautohersteller bekannt.

In seinem "Masterplan 2" vor einigen Tagen betont Musk bereits die nachhaltige Energieproduktion. Tesla soll Photovoltaik-Anlagen mit integriertem Energiespeicher anbieten. Die Tesla-Powerwall-Speichertechnik soll mit den Lösungen von Solarcity vereint werden, sagte Musk. Das er die Übernahme nun angeht, ist also ein konsequenter Schritt, seinen Masterplan umzusetzen. Am Freitag hat Tesla zudem die riesige Akkufabrik Gigafacory im US-Bundesstaat Nevada eröffnet. Tesla will eben mehr sein als ein Autobauer.

Tesla bietet mit der Powerwall-Technologie Stromspeicher für zuhause an. Die Akkus werden über Solarmodule geladen. Mit dem Strom kann auch der Akku des Elektroautos geladen werden. Mit dem Kauf von Solarcity kann Tesla nun also eine komplette Lösung anbieten.

Und es ist auch ein konsequenter Schritt, sich als Elektroautohersteller darum zu kümmern, wo der Strom für die Autos herkommt. 

Schwer war es freilich nicht, Solarcity zu überzeugen. Denn Musk ist auch tief mit diesem Unternehmen verwoben: Solarcity hat er mitgegründet, seine Cousins führen das Unternehmen und Musk hält 22,5 Prozent der Anteile. Wie auch bei Tesla ist er Verwaltungsratschef. Tesla ist Kunde von Solarcity und nutzte Akkus des Unternehmens für die eigenen Elektroautos.

Kritiker der Übernahme aus der Finanzindustrie wie der Großinvestor Jim Chanos werfen Tesla-Chef Elon Musk aufgrund dieser Doppelrolle Interessenkonflikte vor.

Die Fusion soll im vierten Quartal abgeschlossen werden und im ersten Jahr nach Vollzug 150 Millionen Dollar an Kosten einsparen.

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