HTC informiert über der mobile Trends

Energieeffiziente Smartphones sind gefragt

Die Entwicklung neuer Mobilgeräte schreitet schnell voran. Bisher stand der Leistungszuwachs von Smartphones ganz oben auf der Agenda. Zukünftig wird auch das Thema Energieeffizienz in den Fokus rücken. Wir sprachen mit Fabian Nappenbach, HTC Product Director Central Europe, über die aktuellen Trends im Mobilmarkt und wie HTC mit seinen Produkten sowohl den Privat- als auch Businesskunden gerecht werden möchte.

Fabian Nappenbach, HTC

„Generell lässt sich sagen, dass der Markt aktuell dem Trend der Multifunktionalität und Vernetzung folgt“, so Fabian Nappenbach, HTC.

Herr Nappenbach, wie viel Spielraum für Innovationen und neue Features bleibt für die Hersteller überhaupt noch im Hinblick auf die schnelle Entwicklung im Mobile-Bereich?
Fabian Nappenbach:
Die technologische Entwicklung im Bereich der Telekommunikation hat innerhalb der letzten Dekade rasant an Fahrt gewonnen und viele Innovationen hervorgebracht, die wir heute in unserem Alltag als selbstverständlich ansehen. Während der Trend in den letzten Jahren in Richtung Leistungszuwachs tendierte, wird mittel- und langfristig vor allem die Energieeffizienz eine entscheidende Rolle spielen. Die Strukturgrößen der Halbleitertechnik verringern sich, der Systemtakt wächst, aber die Entwicklung der Stromspeichertechnik stagniert. Hier sind Investition und Innovation nötig, um aktuelle Techniken zu optimieren oder neuartigen Lösungen den Durchbruch zu ermöglichen.

Im Übrigen ist dies nicht nur ein Thema für die Mobilfunkbranche, sondern ein gesamtgesellschaftliches Anliegen – man bedenke hierbei z.B. die Energiewende. Auch wenn sich der Schwerpunkt der Forschung vermutlich verlagert, wird die Mobilfunkbranche auch weiterhin maßgeblich am Fortschritt in Feldern wie beispielsweise der Halbleiter- und Mikrosystemtechnik oder der Sensorik beteiligt sein. Vor diesem Hintergrund besteht auch zukünftig ein gewaltiges Potential für Innovationen, von denen sich früher oder später einige als Feature im Smartphone wiederfinden werden.

Welcher generelle Trend lässt sich bei der Entwicklung mobiler Endgeräte derzeit auf dem Markt erkennen?
Nappenbach:
Technologischer Fortschritt, neuartige Fertigungsverfahren und die Nachfrage seitens der Nutzer haben dazu geführt, dass sich die Entwicklung mobiler Endgeräte in der jüngsten Vergangenheit nachhaltig geändert hat. Vor wenigen Jahren galt ein Mobiltelefon mit Telefon-, SMS- und möglicherweise WAP-Funktionalität als „State of the Art“ – heutzutage löst dies bei vielen Nutzern nicht mehr als ein nostalgisches Schmunzeln aus. Die flächendeckende Verbreitung des mobilen Internets in Verbindung mit dem technologischen Fortschritt ermöglichte es Entwicklern und Herstellern, gänzlich neue und bisher unbekannte Anwendungsfelder zu erschließen.

Generell lässt sich sagen, dass der Markt aktuell dem Trend der Multifunktionalität und Vernetzung folgt. Waren es vor kurzem noch ausschließlich das Smartphone und der Laptop, die mit dem Internet oder Heimnetz verbunden waren, findet sich die entsprechende Technik inzwischen im Auto über Haushaltsgeräte bis hin zu Kleidung wieder. Nicht jeder neue Trend wird sich durchsetzen – der Markt wird über Erfolg oder Misserfolg verschiedener Ansätze entscheiden.

HTC stellte kürzlich etwa die neuen Smartphones HTC One und One Mini vor. Worauf wurde der Fokus bei deren Entwicklung gelegt?
Nappenbach:
Der Fokus bei der Entwicklung lag auf einem einmaligen und bisher nicht bekannten Nutzererlebnis: der Verbindung von aufregendem Design, hochwertigen Materialien und einer intuitiv zu bedienenden Benutzeroberfläche. In Kombination mit aktueller Technik und Features wie Boomsound, Zoe oder Blinkfeed wird dem Nutzer ein Gerät an die Hand gegeben, das in dieser Klasse seinesgleichen sucht. Allein das Streben nach schnelleren Prozessoren und höher auflösenden Displays ist nicht zielführend, denn Technik ist vergänglich. Wir möchten die Inhalte der Nutzer in den Fokus rücken. Denn das Smartphone ist mittlerweile zu einem der persönlichsten Gegenstände avanciert.

Warum ist es neuerdings in Mode, auch oftmals eine Smartphone-Mini-Version herauszubringen?
Nappenbach:
Hiermit kommen wir der Nachfrage des Marktes entgegen, denn als Hersteller haben wir die Erfahrung gemacht, dass es für viele Nutzer eine Art unsichtbares Schema gibt, nachdem das Topmodell eine gewisse Mindestgröße haben muss, um als solches akzeptiert zu werden. Ein Gerät mit mehr als 4,5 Zoll Bildschirmdiagonale wird aber auch nicht von allen Nutzern als praktikabel und alltagstauglich angenommen. Um beiden Zielgruppen dasselbe Nutzungserlebnis zu bieten, werden die „Mini-Versionen“ entwickelt.

Täuscht der Eindruck, dass HTC mit seinen derzeitigen Innovationen eher auf Privat- als auf Businesskunden setzt?
Nappenbach:
Wir kennen unsere Geräte sehr gut und setzen sie sowohl im privaten Rahmen wie auch im beruflichen Umfeld ein. Tatsächlich steht hinter dem Konzept der One-Reihe ein multimediales Erlebniskonzept. Keineswegs aber wird der Businesskunde außer Acht gelassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die HTC-Pro-Zertifizierung für das One. Es ermöglicht Businesskunden, die bereits im Gebrauch befindlichen und weit verbreiteten 256-Bit-Verschlüsselungstechniken zu nutzen sowie Fernzugriff via VPN oder ein Mobile Device Management (MDM).

Worauf legen die Business-, worauf die Privatkunden generell Wert bei ihren Mobiltelefonen?
Nappenbach:
Die Unterschiede zwischen Business- und Privatkunden sind nicht so gravierend, wie man vermuten möchte. Zum einen ist der Anteil der Nutzer, die ihr Smartphone ausschließlich für einen Anwendungsbereich nutzen, im Sinken begriffen und zum anderen kann es sich heutzutage kein Hersteller mehr leisten, ausschließlich eine der genannten Zielgruppen zu bedienen. Natürlich hat ein Businesskunde andere Anforderungen als der Privatanwender. Hier spielen vor allem Erreichbarkeit in verschiedenen Netzen, lange Akkulaufzeiten und ein Exchange-Modul für den E-Mail-Verkehr eine Rolle.

Mit welchen eigenen Features möchten Sie die jeweilige Zielgruppe überzeugen?
Nappenbach:
Wie erwähnt offerieren wir unseren Geschäftskunden eine breite Palette an Diensten, die es ihnen ermöglicht, ihr Gerät nahtlos in die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens einzubinden. Dem Privatkunden bietet eine Reihe von Features ein bisher nicht gekanntes Nutzererlebnis. Hierzu zählen u.a. der Blinkfeed, ein personalisierter Newsfeed, Boomsound für einen einzigartigen Klang oder Zoe, welches mit dem Smartphone geschossene Bilder zum Leben erweckt. Die Verarbeitungsqualität und die verwendeten Materialien sind unabhängig von der Zielgruppe ein Verkaufsargument.

Welche Geräte nutzen Sie selbst privat bzw. geschäftlich?
Nappenbach:
Privat verwende ich ein rotes HTC One und beruflich den Prototypen eines zukünftigen Geräts.

Laut einer aktuellen IDC-Studie dominiert Nokia mit 81,6 Prozent Marktanteil im zweiten Quartal 2013 den Windows-Phone-Absatz; HTC kommt auf 4,6 Prozent. Inwiefern setzt Sie dies unter Druck bzw. Zugzwang?
Nappenbach:
Dies setzt uns keineswegs unter Druck oder Zugzwang. Unser Windows-Phone-Portfolio muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken und bietet eine ausgewogene Modellpalette.

HTC ist einer der offiziellen Sponsoren der UEFA-Champions- und -Europa-League. Was versprechen Sie sich durch solche Marketingaktionen im Hinblick auf die internationalen Absatzmärkte?
Nappenbach:
Fußball verbindet die Menschheit kulturübergreifend –
es ist ein gemeinsamer Nenner, auf den man sich verständigen kann, und daraus ergibt sich eine gewisse Ähnlichkeit mit unseren Produkten. Nehmen Sie beispielsweise das One: Egal ob Europa oder Afrika, Asien oder Amerika – der Ansatz funktioniert in allen Märkten. Außerdem ist die UEFA-Champions- und -Europa-League international renommiert.

 

Fabian Nappenbach ...

... trägt bei HTC die Verantwortung als Product Director für die Bereiche DACH, Polen, Griechenland und die Türkei. Dazu gehört die Betreuung von Großkunden, Produktdefinition und Kommerzialisierungen sowie Trainings für Sales und Pressebriefings. Sein Spezialgebiet ist das Marketing mit den Bereichen Portfolioplanung, Pricing, Forecast Process und Vendor Management. Frühere Karrierestationen waren u.a. Head of Product Marketing Devices bei Telefonica O2 und Senior Consultant bei Roland Berger Strategy. Seine Ausbildung zum Diplom-Kaufmann für Marketing und Unternehmensführung absolvierte Fabian Nappenbach an der Universität Augsburg. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Pfaffenhofen an der Ilm.

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