Klare EU-Regeln

Energieeffizienz von Smart-TVs

Im Interview erklärt Robert Lüneberger, Leiter Projektvertrieb bei der Technisat Digital GmbH, dass es für die Ermittlung der Energieeffizienz von Smart-TVS und deren Bewertung in Klassen klare EU-Regeln gibt, denen alle Hersteller unterliegen.

„Neben einem hervorragenden Bild und glasklaren Sound wird auch die Internetanbindung des TV-Gerätes im Hotelzimmer immer wichtiger“, meint Robert Lüneberger, Leiter Projektvertrieb bei Technisat Digital.

„Neben einem hervorragenden Bild und glasklaren Sound wird auch die Internetanbindung des TV-Gerätes im Hotelzimmer immer wichtiger“, meint Robert Lüneberger, Leiter Projektvertrieb bei Technisat Digital.

Herr Lüneberger, wie gestaltet sich das aktuelle Interesse der Endverbraucher an Smart-TVs? Inwieweit sind die smarten Fernseher bereits in der Gesellschaft angekommen?
Robert Lüneberger:
Das Interesse der Endverbraucher an Smart-TVs steigt zunehmend. Das ist natürlich auch verbunden mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Fast jeder hat heutzutage einen Zugang zum Internet über PC, Tablet oder Handy. Der Internetzugang über den Fernseher ist dann die logische Konsequenz.

Welche Möglichkeiten bieten smarte Geräte im Vergleich zu herkömmlichen Fernsehern?
Lüneberger:
Ein Smart-TV bietet einfach die vielseitigere Unterhaltung. Da ist man nicht mehr so stark am Programm gebunden. Man kann sich einfach sein eigenes Programm aus verschiedenen Internetkanälen zusammenstellen, einen Film auf Abruf gucken oder die 20.15-Uhr-Nachrichten erst um 21.00 Uhr in der Mediathek sehen. Zudem kann man Smart-TVs ins Heimnetzwerk einbinden und somit auch Dateien vom Computer am TV-Schirm abrufen. Die Möglichkeiten sind enorm.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man ein Smart-TV innerhalb der eigenen vier Wände nutzen kann?
Lüneberger:
Eigentlich benötigt man einfach nur einen vernünftigen Internet-Zugang.

Inwieweit sind smarte Geräte auch für Geschäftsanwender bzw. Unternehmen interessant?
Lüneberger:
Ein Beispiel aus der Hotelbranche: Neben einem hervorragenden Bild und glasklaren Sound wird auch die Internetanbindung des TV-Gerätes im Hotelzimmer immer wichtiger. Dabei geht es nicht immer nur darum, dem Gast einen kostenlosen Internetzugang zu bieten oder mit Mediatheken die Hotel-Internetleitung zu belasten, sondern vielmehr darum, das Hotel und seine Leistungen vorzustellen und Zusatzverkäufe zu generieren. Unsere Smart-TVs können bei jedem Einschalten auf eine Art individuellen Begrüßungsbildschirm zugreifen, von dem aus der Zimmerservice gerufen, Spa-Termine gebucht oder das Hotel erkundet werden kann. Das sorgt für mehr Buchungen und somit für mehr Umsatz.

Wie gestaltet sich der Aufwand bei der Installation und Konfiguration eines Smart-TVs?
Lüneberger:
Das in unseren Fernsehgeräten integrierte Digibutler-Bedienkonzept bietet praktische Mehrwertdienste, die die Technik intuitiv nutzbar machen. So führt schon bei der Erstinstallation Autoinstall den Kunden Schritt für Schritt durch die Konfigurationsmenüs. Den Aufwand sehe ich deshalb als minimal.

Was entpuppt sich hierbei häufig als Stolperstein?
Lüneberger:
Probleme bei der Installation gibt es eigentlich, zumindest bei unseren Geräten, nicht. Einen Stolperstein kann es manchmal auf der Seite des Endkunden geben, wenn dieser bei der Installation beispielsweise sein WLAN-Passwort nicht zur Hand hat.

Mittlerweile tummeln sich einige Smart-TV-Anbieter auf dem Markt. Worauf sollten Anwender beim Kauf eines solchen Gerätes achten? Was macht einen guten Smart-TV-Apparat aus?
Lüneberger:
Leichte Bedienbarkeit und komfortabler Zugriff zu den Inhalten aus dem Internet stehen im Vordergrund unserer Smart-TV-Geräte. Durch die Integration von Internetkanälen in die TV-Programmliste erreichen wir dieses Nutzungserlebnis.

Wie gestaltet sich allgemein die Energieeffizienz von Smart-TVs mit ihren großen Bildschirmen? Wie wird die Energieeffizienzklasse eines Gerätes festgelegt?
Lüneberger:
Für die Ermittlung der Energieeffizienz und deren Bewertung in Klassen gibt es klare EU-Regeln, denen alle Hersteller unterliegen. Dadurch wird eine Vergleichbarkeit der Geräte mit gleicher Zollgröße geschaffen. Die Messung erfolgt mit einer genormten Bildsequenz in einem standardisierten Verfahren. Der tatsächliche Energieverbrauch im Heimbereich hängt jedoch von vielen Faktoren ab, wie z.B. der gewählten Bildeinstellung und dem Umgebungslicht.

Stichwort „Sicherheit“: Smart-TVs sind internetfähig, haben bisweilen auch eine Frontkamera eingebaut. Wie kann der Nutzer sichergehen, dass nicht etwa sein Smart-TV von Hackern „angezapft“ und somit das Eigenheim ausspioniert wird? Für wie wahrscheinlich halten Sie solch ein Szenario?
Lüneberger:
Sicherheit ist auch für uns ein ganz zentrales Thema. Derzeit besitzen unsere Geräte keine Kamera, jedoch sichert bzw. verhindert auch die spezielle Struktur der Geräte-Software den Zugriff von Außen auf Gerätekomponenten. Durch regelmäßige Software-Updates werden die Geräte an die aktuellen Sicherheitstechnologien angepasst. Bisher sind uns Angriffe auf unsere Smart-TV-Geräte durch Hacker nicht bekannt.

An welchen Stellen sehen Sie bei Smart-TVs zukünftig noch Verbesserungsbedarf?
Lüneberger:
Smart-TVs werden ständig verbessert und an die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten für Internetinhalte angepasst. Auffindbarkeit und Bedienung sind bei uns ein zentrales Thema, so dass das vielfältige Angebot des Internets für das optimale Fernseherlebnis schnell und effizient durchsucht werden kann. Die Bewegtbildnutzung steht dabei im Vordergrund der am meisten auf dem Smart-TV genutzten Anwendungen, aber auch neue Themen wie die Steuerung des Hauses werden für die Anwendung auf dem TV untersucht.

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