Mobility-Management für die Logistik

Enterprise Mobility für die Straße

„Mobil arbeiten“ scheint auf keine Branche so sehr zuzutreffen wie auf die Logistik. Ein Großteil der Mitarbeiter ist auf den Straßen unterwegs und somit kommunikativ nicht unmittelbar an das Unternehmen angeschlossen, wie Mitarbeiter im Büro vor Ort. Mit dem Einzug mobiler Endgeräte wie Tablets und Smartphones kann sich das ändern.

Enterprise Mobility für die Straße

Das Management mobiler Workflows in den Griff zu bekommen, stellt viele Unternehmen aus der Logistikbranche vor eine große Herausforderung – gefragt ist daher eine geeignete Mobility-Management-Lösung.

Wurde zunächst vor allem die Kommunikation zwischen Mitarbeitern, die in den LKWs auf den Straßen unterwegs sind, und ihren Kollegen in der Zentrale erleichtert, können Smartphones und Tablets bei entsprechender Software-Ausstattung heute aber noch sehr viel mehr leisten.

Sie können damit nicht mehr nur die Kommunikationsfähigkeit, sondern auch die Arbeitsproduktivität unterstützen. Diese Funktionalitäten stellen jedoch besondere Anforderungen an das Management der mobilen Geräte. Genau hier schlägt die Stunde für Mobility-Management-Lösungen, mit denen die Geräte effektiv gesteuert, überwacht und möglichst nahtlos in die Unternehmens-IT eingebettet werden können. Eine Win-Win Situation also sowohl für die fahrenden Mitarbeiter als auch für die IT in den Zentralen.

Rund 279 Milliarden Euro wird die deutsche Logistikbranche laut Statista im Jahr 2019 voraussichtlich umsetzen. Seit 2010 steigen die Umsätze kontinuierlich. Doch in der Branche herrscht ein extremer Wettbewerb, die Margen sind überschaubar, effiziente Workflows entlang der gesamten Wertschöpfungskette daher eine absolute Notwendigkeit. Mobile Lösungen, die die Fahrer und Mitarbeiter im Außendienst möglichst umfassend unterstützen und in die Enterprise-IT integriert werden, gehören daher immer häufiger zur Standardausstattung in modernen Fahrercockpits.

Einfach produktiver

So hat beispielsweise Reinert Logistics ihre Lkws mit Samsung Galaxy Tablets ausgestattet, die nicht nur der Navigation dienen, sondern auch helfen, das Auftragsmanagement papierlos abzuwickeln. Dabei erfassen die Fahrer die Übernahme von Fracht, dokumentieren Anlieferungsbedingungen oder Transportschäden. Außerdem sammeln die Tablets per Bluetooth Fahrzeugdaten von der standardisierten Flottenmanagement-Schnittstelle. Dazu gehören Daten wie Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Kraftstoffverbrauch, Bremseinsatz und vieles andere sowie die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer. Darüber hinaus ermöglichen mobile Lösungen, die mit entsprechenden Schnittstellen (APIs) ausgestattet sind, die direkte Online-Bearbeitung von Lieferscheinen oder dass Ware über das mobile Endgerät eingescannt wird – um nur einige weitere Beispiele zu nennen, die bereits im Einsatz sind. Ebenfalls denkbar ist der direkte Zugriff auf die unternehmenseigenen ERP-Systeme. Es sind insbesondere diese Optionen, die einen positiven Einfluss auf die Produktivität der Fahrer haben können.

Mobile Management Lösungen für den gesamten Lifecycle

Probleme, die sich der IT in diesem Kontext stellen können, ist das effektive Management und ausrollen großer Geräteflotten und unterschiedlicher Modellreihen. Hinzu können Anforderungen an individuelle Ausstattungsmerkmale sowie die Regelung von Zugriffsrechten, die Notwendigkeit regelmäßiger Updates oder auch die Sperrung von Geräten, wenn sie verloren oder gestohlen wurden, kommen. All das kann Administratoren viel Zeit und Nerven kosten. Gefragt sind daher Lösungen, die das gesamte Lifecycle-Management – von der Inbetriebnahme neuer Geräte bis hin zu ihrer Ausmusterung – unterstützen.

Dazu gehören dann auch Themen wie Customization, etwa in Form des unternehmensspezifischen Brandings von Geräten, das Aufspielen bestimmter Apps sowie zentral gesteuerte Sicherheits-Updates. Darüber hinaus sollten integrierte Software-Development-Kits auch die Möglichkeit bieten, eigene maßgeschneiderte Anwendungen für die Geräte zu entwickeln.

Samsung Knox bietet z.B. eine ganze Reihe von größtenteils Cloud-basierten Services, die die Kommunikationsfähigkeit des Fahrers sichern und Administratoren dabei helfen soll, den gesamten gesamtem Lifecycle eines mobilen Gerätes im Auge zu behalten und zu steuern. So dient es als Cloud-basierte Mobile-Device-Management-Lösung der zentralen Verwaltung von Anwendungen, die auf mobilen Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen laufen. Weitere Funktionalitäten helfen unter anderem dabei, dass mit der Inbetriebnahme des Gerätes vor Ort erforderliche Software-Tools direkt zur Verfügung stehen können. Das reicht vom Logo des Unternehmens bis hin zu spezifischen Apps, etwa für Lieferscheine oder Inventur. Der Nutzer muss sein neues Gerät nur einschalten, das Weitere passiert automatisch: Anwendungen können ohne manuelle Eingriffe direkt zusammen mit den User-Daten installiert und eingerichtet werden. Hinzu kommen E-FOTA (Enterprise Firmware-Over-The-Air), mit der die zentrale Bereitstellung, zeitliche Steuerung sowie Durchführung von Firmware-Updates ebenfalls ohne Benutzereingriff möglich ist. Daneben gibt es z.B. auch eine Security-Container-Lösung, die auf die im Gerät integrierte Trust-Zone zugreift, wo wichtige Sicherheitsfeatures wie etwa die Encryption-Schlüssel hinterlegt werden können.

In Kombination mit besonders robusten Tablets und professionellen Smartphones liefern diese Tools und Services eine starke Option für Logistikunternehmen, das Management mobiler Workflows sicher und einfach in den Griff zu bekommen.

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