Die verschiedenen Varianten des Raspberry Pi
Der Hersteller des populären Minicomputers Raspberry Pi ist jetzt eine Aktiengesellschaft und an der London Stock Exchange (LSE) gelistet. Das Unternehmen hat seinen Börsengang an der Londoner Börse am 11. Juni mit einem Preis von 2,80 Pfund pro Aktie abgeschlossen, was einem Wert von 542 Millionen Pfund oder 690 Millionen Dollar entspricht. Kurz darauf stiegen die Aktien des Unternehmens um 32 % auf 3,70 £. Das bedeutet, dass Raspberry Pi bei seinem Börsengang mehr als 200 Millionen Dollar einnehmen konnte. Im Moment können Kleinanleger noch keine Raspberry Pi-Aktien kaufen, nur einige institutionelle Anleger können damit handeln. Erst ab dem 14. Juni wird die Aktie für alle Käufer verfügbar sein.
Der Raspberry Pi ist ein kostengünstiger Minicomputer auf der Basis von ARM-Prozessoren, der für alle möglichen Aufgaben eingesetzt werden kann. Er ist vor allem bei Technikbastlern beliebt, die Medienserver, Retro-Spielkonsolen, interaktive Armaturenbretter, Robotikprojekte und vieles mehr damit entwickeln. Doch der Raspberry Pi ist für deutlich mehr Aufgaben geeignet. So nutzen Industrieunternehmen seit einigen Jahren den was bei pay als kostengünstiges Controlling-Board zur Steuerung ihrer Maschinen und zur Vernetzung mit dem Internet der Dinge. Das Unternehmen selbst gibt an, dass dieses Segment fast drei Viertel seines Umsatzes ausmacht.
Der Raspberry Pi wurde seit seiner Markteinführung 60 Millionen Mal verkauft. Allein im Jahr 2023 erwirtschaftete Raspberry Pi einen Umsatz von 266 Millionen US-Dollar und einen Bruttogewinn von 66 Millionen US-Dollar. Ein Teil der Aktienanteile wird von der Rasperry Pi Foundation gehalten. Weitere Anteilseigner sind Sony Semicondiuctor Solutions und Prozessorhersteller ARM. Letzteres Unternehmen hat angekündigt, im Zuge des Börsengangs seinen Anteil zu erhöhen.
Quelle: TechCrunch, Raspberry Pi, Raspberry Pi Foundation
Bild: Raspberry Pi Foundation