Beschäftigte vernetzen sich via App

Erzwungene Digitalisierungswelle

Die Corona-Krise und der Fachkräftemangel bringen Deutschlands Unternehmen zum Umdenken in der Mitarbeiterpolitik. Interne Kommunikation wird zum Kernthema und Mitarbeiter-Apps spielen dabei eine immer größere Rolle.

Die Mitarbeiter-App Lolyo

Mitarbeiter-Apps, wie die von Lolyo, erobern derzeit Deutschlands Unternehmen.

Digitale Infrastruktur, die es Organisationen erlaubt zu funktionieren, ohne dass Menschen physisch zusammenkommen, wurde für Unternehmen in den letzten Monaten vielfach zur Überlebensfrage. Die Corona-Krise hat eine noch nie dagewesene, erzwungene Digitalisierungswelle ausgelöst. Doch nicht nur das Virus, das die ganze Welt in Atem hält, zwingt immer mehr Unternehmen in Deutschland, ihre interne Kommunikation zu digitalisieren. In einem immer stärker globalisierten, internationalen Wettbewerbsumfeld und in der Hochblüte des Fachkräftemangels gilt es mehr denn je, Mitarbeiter zu vernetzen, mit essentiellen Botschaften zu erreichen und durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen ans Unternehmen zu binden.

Mitarbeiter-Apps erobern die Unternehmen

Aber wie kann das gelingen, vor allem vor dem Hintergrund, dass in den meisten Betrieben bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter keinen regelmäßigen Zugang zu einem Computer haben? Die Lösung für diese Herausforderung bieten Apps, mit denen alle Beschäftigten eines Unternehmens per Smartphone vernetzt werden können – und zwar unabhängig von Ort und Einsatzgebiet. Diese neue digitale Form der internen Kommunikation erobert derzeit Unternehmen auf der ganzen Welt.

Damit Informationen, die in einem Intranet kommuniziert werden, möglichst viele Mitarbeiter erreichen, müssen diese das Intranet auch aktiv nutzen. Bei klassischen Intranets halten sich jedoch die aktiven Nutzer aufgrund mangelnder Attraktivität und fehlender Interaktionsmöglichkeiten in Grenzen. Ganz anders bei einer neuen Mitarbeiter-App namens Lolyo, die wie ein mobiles Social Intranet funktioniert. Diese App verfügt neben nützlichen Funktionen auch über ein integriertes Motivationssystem, das die Teilnahme der Mitarbeiter in der App erhöhen soll. Nach der unkomplizierten Installation auf dem Smartphone verbindet die App alle Mitarbeiter von der Produktion über den Außendienst bis hin zum administrativen Backoffice auf direktem Weg miteinander. Das ermöglicht laut Anbieter einen ständigen Kontakt und Austausch zwischen Unternehmen und Mitarbeitern – ein echter Benefit, nicht nur in Krisenzeiten.

Aufrechterhaltung der Kommunikation

Seit Mitte März 2020, also kurz nach dem ersten Corona-bedingten Lockdown, nutzen zahlreiche Liebherr-Werke die Mitarbeiter-App. Verantwortliche aus den einzelnen Werken berichten, dass die Aufrechterhaltung der Kommunikation vom Unternehmen zu allen Mitarbeitern in dieser speziellen Situation einer der ausschlaggebenden Gründe war, jene App zu implementieren. Fabian Eber, Head of Global Communication von der Liebherr-Werk Biberach GmbH in Baden-Württemberg, zieht einige Monate später eine positive Bilanz: „Die App wird in unserem Werk sehr gut angenommen. Mittlerweile haben wir über 90 Prozent aktive Nutzer. Mithilfe der App informieren wir alle unsere Mitarbeiter über die neuesten Geschehnisse im Unternehmen und halten sie so auf dem Laufenden. Wir wollen aber zusätzlich Schritt für Schritt immer mehr Funktionen von Lolyo in unsere Mitarbeiter-App integrieren, wie beispielsweise Umfragen und Onboarding-Seiten mit allen relevanten Informationen für neue Mitarbeitende.“

Verbesserte Vernetzung

Überzeugt vom Nutzen der Mitarbeiter-App ist auch Eva Schuhbauer, Managerin für Human Resources & Corporate Development der Wurzer Umwelt GmbH in Bayern: „In unserem Unternehmen haben wir viele Mitarbeiter ohne PC-Zugang. Mithilfe der App möchten wir ihnen alle aktuellen Infos zur Verfügung stellen und ihnen ebenso eine datenschutzkonforme Möglichkeit zum Chatten geben. Seit der Implementierung der Mitarbeiter-App haben bestimmte Firmenzweige ihre komplette Kommunikation auf diese umgestellt. Außerdem kann man schneller und einfacher alle Personen erreichen. Wir erhalten viele positive Rückmeldungen von unserer Belegschaft und haben herausgefunden, dass unsere Mitarbeiter vor allem die Chatfunktion stark nutzen und die vom Unternehmen geteilten Beiträge und Informationen sehr praktisch finden.“

Keine Termine vergessen

Über die positiven Effekte digitaler interner Kommunikation mit der Applikation berichtet etwa auch Marcel Winkler, Head of Digital & Strategy des Berliner Handwerksunternehmens HGZ Solutions GmbH: „Rund 80 Prozent unserer Mitarbeiter sind nicht regelmäßig im Büro. Daher kamen Informationen oft nicht bis zu allen Mitarbeitern durch und auch Termine wurden teilweise vergessen oder nicht gesehen. Mit der Einführung einer Mitarbeiter-App wollten wir vor allem eine bessere und transparentere interne Kommunikation schaffen. Seit der Implementierung wissen die Mitarbeiter besser über generelle Neuerungen im Unternehmen und über neu eingestellte Kollegen Bescheid, vergessen keine Termine mehr und werden an besonders dringende Neuigkeiten per Push-Benachrichtigung erinnert.“

Bildquelle: cycoders, Freepik/mrsiraphol

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