HTC One mit Sense-Oberfläche

Es kachelt

Haptik und Nutzererlebnis der neuen Smartphones sind relevanter als das nächste Killerfeature, das es eh nicht mehr gibt.

Die neuen Prunkstücke aus der Frühjahrsoffensive von Sony, Blackberry und HTC sind allesamt hochgezüchtete Entertainment-Maschinen, die sich in Leistungstests nur noch minimal unterscheiden werden.

Für den Konsumenten sind andere Dinge entscheidender: Haptik und Nutzererlebnis. Beides konnte die Redaktion bei den Präsentationen des neuen HTC Flaggschiffs in London und Köln in Augenschein nehmen. Beim HTC One stimmt die Haptik, das Aluminium wirkt edel, der 4,7 Zoll Bildschirm liegt nicht zu groß und sehr leicht – vielleicht zu leicht – in der Hand. 

Kleine Fliesen

Hinsichtlich des Nutzungserlebnisses gefällt die schicke Sense-Oberfläche, deren auffälligste Funktion „Blinkfeed“ im aufgeräumten Kacheldesgin daher kommt. Ein Trend, den Microsoft mit Windows 8 mutig begonnen hat, die Tage von Apples skeuomorphischen Methapern sind definitiv vorbei. Der Anwender bekommt auf seinem Startbildschirm in kleinen rechteckigen Kacheln alle Informationen aus Nachrichtenkanälen oder aus Facebook und Twitter serviert. Das Neuste stets obenauf, die kleinen Fliesen lassen sich endlos runterscrollen.

Alle 6 Minuten


HTC will herausgefunden haben, dass der durchschnittliche Nutzer 160 mal am Tag einem mittlerweile körperlichen Bedürfnis nach seinem Telefon nachkommt: Wer 8 Stunden schläft, zieht in den restlichen 16 Stunden alle 6 Minuten sein Smartphone aus der Tasche. Beruhigend, wenn dann die verpassten Informationen der letzten sechs-minütigen Ewigkeit direkt oben auf sichtbar sind. 

Auch bei der Kamera will sich HTC an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren. Diese seinen eben nicht an 13 Megapixel interessiert sondern mit einer  (angeblich sogar besseren 4,3-Mega-„Ultrapixel“-Kamera) besser bedient, die dafür etwas anderes kann: „Zoes“ aufnehmen. Zoe ist HTCs Versuch, Fotos und Videos zu verschmelzen. Die Kamera nimmt immer mehr als ein einzelnes Bild auf, stets eine 3-Sekunden-Sequenz. Diese lässt sich als Video oder als Fotoanimation speichern. Darüber hinaus können aus den Bildern eines Tages oder eines Urlaubs recht schnell und ansehnlich kleine Präsentationen erstellt werden.

In der Summe der Details, zu denen man je nach Vorlieben auch noch die musikalischen Qualitäten des Gerätes oder seine Fähigkeiten als Infrarot-Fernbedienung zählen kann, lässt sich erkennen, dass HTC einen richtigen Schritt macht: Es geht nicht mehr nur um den größeren Bildschirm, die schärfere Kamera, das nächste Hardware-Feature, das die Konkurrenz für wenige Wochen toppt, sondern um das Nutzungserlebnis der Kunden.

www.htc.de

Bildquelle: HTC

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