Bald kommt die neue EU-Verpackungsverordnung
Ein Spitzenplatz für Deutschland: Hier fällt der EU-weit meiste Verpackungsmüll an, etwa 237 Kilo pro Kopf. Bald soll es weniger werden, denn die EU-Komission arbeitet an einer strengeren Regulierung, die jedes Unternehmen betrifft. Noch sind nur wenige Firmen darauf vorbereitet, doch die Zeit drängt - die neuen Regeln sollen noch dieses Jahr in Kraft treten.
Das Problem dabei: Bereits die aktuellen Regeln sind unübersichtlich und werden von vielen Unternehmen nicht umfassend befolgt. Vor allem im E-Commerce hat sich eine "Verschwendungsmentalität" breit gemacht. Waren werden mehrfach verpackt, um Probleme mit unsachgemäßer Behandlung beim Transport zu vermeiden. Das ist in Zukunft nicht mehr so einfach.
Das regelt die neue EU-Verpackungsverordnung
Die bevorstehende EU-Verpackungsverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation PPWR) ist darauf ausgelegt, die aktuelle Verpackungsrichtlinie zu ersetzen und zu erweitern sowie zur Harmonisierung der geltenden Verpackungsgesetze innerhalb der EU beizutragen. Die Verordnung hat Konsequenzen für den Online-Handel in der EU. Einweg-Plastikverpackungen für viele Produkte werden beschränkt.
Verschärft werden auch die Anforderungen an die Stoffe in heute gängigen Produktverpackungen - etwa für Kosmetika. Sie sind dann bei Überschreiten niedriger Grenzwerte verboten. Die EU möchte zudem unnötige Verpackungen vermeiden und legt einen maximalen Leerraumanteil von 50 Prozent bei Sammel-, Transport- und E-Commerce-Verpackungen fest. Genaue Infos gibt es zum Beispiel bei Beratungen wie der KPMG.
Bild: Hans