Nur wenige Unternehmen haben eine Strategie, welche Rolle Remote Work langfristig bei ihnen spielen soll.
In der Praxis merken wir immer wieder, dass die Anforderungen an Unternehmen bei der Umsetzung des mobilen Arbeitsplatzes steigen: Sicherheitsrisiken nehmen zu, Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern verändern sich, die Anzahl an mobilen Geräten steigt und damit auch deren Administrationsaufwand. Technologien und Software entwickeln sind enorm schnell weiter.
In einer Studie, die die EBF gemeinsam mit ihren europäischen Partnern durchgeführt hat, zeigt sich, dass viele Unternehmen – vor allem bedingt durch Covid-19 – Mitarbeitern in den vergangenen Monaten mobiles Arbeiten kurzfristig ermöglicht haben. Eine Strategie, welche Rolle Remote Work langfristig im Unternehmen spielen soll, haben jedoch nur wenige, und auch die Umsetzung zeigt noch großen Nachholbedarf auf. Besonders der Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit – zwei zentrale Faktoren beim mobilen Arbeiten – werden nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt.
Mobile Arbeitsplätze sind für Cyberkriminelle ein attraktives Ziel. Angriffe werden immer professioneller und damit schwerer als solche zu identifizieren. Der Schutz von Daten, Geräten und Nutzern sollte für Unternehmen Priorität haben. Aktuell werden Phishing-Angriffe und menschliche Fehler als die häufigsten Sicherheitsrisiken von den befragten Unternehmen eingestuft – Risiken, die durch die richtigen Maßnahmen eingedämmt werden können. Die Studie aber zeigt, dass es bei vielen Firmen an wichtigen Konzepten (z.B. Zero Trust) fehlt und dass sie Sicherheitsmaßnahmen wie Mobile-Threat-Defense-Lösungen, VPNs oder Schulungen für Mitarbeiter nicht einsetzen. Daher ist es erstaunlich, dass dennoch fast die Hälfte der Unternehmen ihre Situation als sicher bewertet.
Die EMEA-Studie zeigt, dass viele Unternehmen bei der Realisierung noch einen weiten Weg vor sich haben. Ein Weg, für den Zeit, Erfahrung, Expertise und vor allem auch die richtigen Ressourcen benötigt werden. Trotzdem lagert nur ein geringer Anteil laut der Studie Aufgaben an externe Experten aus. Das bedeutet einen enormen Workload für interne IT-Abteilungen – vor allem, da der Wandel hin zum Digital Workplace gerade erst begonnen hat und in Zukunft noch neue Aufgaben dazukommen werden. Es besteht daher dringend Bedarf, die bestehenden Rückstände aufzuholen. Nur so lässt sich ein moderner Arbeitsplatz realisieren, der den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gerecht wird. Unternehmen sollten objektiv bewerten, ob ihre Ressourcen ausreichen, um eine mobile Arbeitswelt zu planen, umzusetzen und weiterzuentwickeln, und sollten festlegen, wo sie noch Unterstützung benötigen.
Die EMEA stellt die vollständigen Studienergebnisse am 23. Juni 2021 um 12:30 Uhr in einem digitalen Event vor. Führende Mobility-Experten diskutieren über Handlungsempfehlungen, die sich daraus für Unternehmen ergeben. Der Report steht im Anschluss zum Download bereit.
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