Die Verschlüsselung ist wohl nichts wert.
Update: Moxie Marlinspike, der Entwickler der von WhatsApp genutzten quelloffenen Verschlüsselungstechnik, weist in seinem Artikel "There is no WhatsApp 'backdoor'" die Vermutungen einer absichtlichen Hintertür zurück. Auch Sicherheitsforscher Tobias Boelter, hat ein aktuelles Statement veröffentlicht.
Eine Hintertür soll es Facebook (und anderen - sic!) ermöglichen, Whatsapp-Nachrichten auszulesen. Dies berichtet der Guardian.
Die Hintertür wurde von Tobias Boelter, einem deutschen Kryptographie- und Sicherheitsforscher an der University of California, Berkeley entdeckt. Er erklärte: "Wenn Whatsapp von einer Regierungsbehörde gefragt wird, Messagingaufzeichnungen zu offenbaren, kann effektiv Zugang gewährt werden durch Änderung in den Schlüsseln."
>> In seinem Blog berichtet Boelter über die Hintertür >>
Facebook setzt bei Whatsapp auf das bekannte Signal-Protokoll zur Verschlüsselung. Und hat es wohl kompromittiert: Die Backdoor ist nicht an das Signal-Protokoll gebunden. Die Messaging-App Signal von Open Whisper Systems selbst leidet nämlich nicht unter der gleichen Verwundbarkeit.
Boelter berichtete Facebook über die Hintertür-Anfälligkeit im April 2016. Ihm wurde aber mitgeteilt, dass Facebook das Problem kenne, dass es "erwartetes Verhalten" sei und nicht aktiv daran gearbeitet werde. Der Guardian hat überprüft und bestätigt, dass die Hintertür noch existiert.
Mittlerweile hat sich Whatsapp geäußert und beteuert, es sei keine Hintertür für Behörden.