Zwar Fahrerlos über den Hockenheimring, aber BFFT ist bei der Entwicklung des autonomen Rennwagens und als Hauptsponsor mit an Bord.
Der von Schanzer Racing selbst entwickelte autonome Rennwagen „SRd 17“.
Seit der Gründung von „Schanzer Racing Electric“ (SRE) 2011 unterstützt BFFT die Studenten der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) beim Bau von elektrischen Rennwagen und engagiert sich als Hauptsponsor. Im September 2016 beschließt ein Teil des Teams unter dem Namen „Schanzer Racing Driverless Division“ einen selbstständig fahrenden Rennwagen zu entwickeln. Als Spezialist im Bereich Fahrerassistenzsysteme war es für den Ingolstädter Fahrzeugtechnikentwickler gar keine Frage, die Studenten auch auf dem autonomen Weg zu begleiten.
Ziel von Schanzer Racing ist es, im August 2017 ihren Rennwagen „SRd 17“ am Hockenheimring fahrerlos auf die Strecke zu bringen. Denn dort findet erstmalig ein Formula Student Germany (FSG) Wettbewerb in der Kategorie „Driverless“ statt. Insgesamt 15 studentische Teams treten mit ihren selbst entwickelten Rennwagen in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Z.B. muss man sich im Beschleunigungsrennen messen oder einen Parcours möglichst schnell und fehlerfrei absolvieren – und dies ganz ohne Fahrer. Zudem werden von einer Fachjury Businesspläne und die technischen Konzepte auf den Prüfstand gestellt.
Seit März 2017 entwickelt die 15 köpfige „Driverless Division“, die aus Softwareprogrammierern, Mechanikern, Elektronikern und Wirtschaftsingenieuren besteht, am autonomen „SRd 17“. Grundlage ist der Wagen aus der Vorsaison, der umgerüstet und mit modernster Sensorik ausgestattet wird. BFFT mit seiner Expertise im Bereich autonomen Fahren stellt SRE dabei elektrischen und mechanischen Support zur Verfügung. Unter anderem übernehmen die Spezialisten den Einbau von Servo-Motoren für Lenkung und Bremse.
Auf Basis neuronaler Netze (Deep Neural Networks), einer Subdisziplin des Machine Learnings, versuchen die Studenten während des Entwicklungsprozesses dem Rennwagen autonome Fahrfunktionen anzulernen und eine Art künstliche Intelligenz zu verleihen. Zum Einsatz kommt dabei die NVIDIA Drive PX2-KI-Computing-Plattform, eine Entwicklungsplattform für selbstfahrende Autos. Sie kombiniert deep learning, Sensorfusion und Rundumsicht. So soll das Fahrzeug in der Lage sein jede einzelne Fahrt als Lernprozess zu nutzen und selbstständig auf die spezifischen Anforderungen in den Wettbewerbsdisziplinen reagieren zu können.
Bildquelle: Jochen Kleinbauer, BFFT