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Fairphone 2: Langlebig weil modular?

Die zweite Version des fairen Smartphones verfügt über eine modulare Bauweise. Das niederländische Unternehmen will durch die Produktion seiner Smartphones eine fairere Lieferkette für Elektronik schaffen - und auch die Nutzer einbeziehen.

Das Fairphone 2 lässt sich demontieren und die Besitzer können defekte Bauteile selbst reparieren, einschließlich des Displays, der Kamera, dem Lautsprecher und der Hörmuschel.

Das auffälligste ist beim Fairphone 2 die modulare Bauweise. Eine bewusste Entscheidung, soll diese doch die Lebensdauer des Produktes verlängern, denn Komponenten sind so leicht austauschbar. Ein kaputtes Display kann vom Nutzer ersetzt werden, das Gerät wird folglich weitergenutzt. Zudem setzt der Hersteller darauf, ein Gefühl der Eigenverantwortung beim Nutzer zu erzeugen, wenn er über die modulare Bauweise mehr Einfluss auf das Smarpthone hat.
 
Fakten zum Fairphone 2

  • Full HD 5 Zoll Display
  • Qualcomm Snapdragon 801 Plattform
  • Dual-SIM-Funktion
  • LTE
  • Rückseite mit integrierter Schutzhülle
  • Vorbestellungen beginnen im Sommer, erste Auslieferungen voraussichtlich im Herbst
  • Verkaufspreis: 525 €, inklusive Mehrwertsteuer

 

Das Gerät lässt sich einfach öffnen, sodass die Nutzer die Batterie entfernen und die unterschiedlichen „Schichten“ des Telefons erkunden können. Zudem lässt sich das Telefon demontieren und die Besitzer können defekte Bauteile selbst reparieren, einschließlich des Displays, der Kamera, dem Lautsprecher und der Hörmuschel.

Durch die Kombination dieses Designs mit dem Bereitstellen von Anleitungen und dem Verkauf von Ersatzteilen will Fairphone die Nutzer dazu bewegen, eine tiefere Bindung zu ihren Telefonen aufzubauen und mehr Verantwortung für deren Instandhaltung zu übernehmen. Außerdem plant Fairphone eine Zusammenarbeit mit Software-Entwicklern, um den Nutzern mehr Flexibilität und Kontrolle über das Betriebssystem zu geben.

Als Teil der Produkteinführung hat Fairphone eine interaktive Website gestaltet, auf welcher der erste Prototyp präsentiert wird und diejenigen Elemente vorgestellt werden, die unmittelbar zu den Fairness-Zielen des Unternehmens beitragen. Weiterhin beinhaltet die Seite eine Liste mit den wichtigsten technischen Spezifikationen und liefert Informationen über die Lieferanten der Hauptkomponenten.

In den kommenden Monaten will Fairphone weitere Informationen veröffentlichen, einschließlich einer Kostenaufschlüsselung und einer erweiterten Lieferantenliste. Das Unternehmen wird erneut ein Vorverkaufsmodell für die ersten Monate des Verkaufs nutzen. Die Kunden bezahlen ihre Telefone im Voraus und sollen helfen, die Herstellung zu finanzieren und die Unabhängigkeit von Fairphone zu wahren.

Seit der Gründung im Jahr 2013 hat Fairphone bereits 60.000 Geräte der ersten Edition des Fairphones produziert und verkauft. Kunden kaufen ein passables Smartphone, wollen aber vor allem mit ihrer Kaufentscheidungen einen Beitrag zu einer gerechteren Wirtschaft leisten. Denn Fairphone verspricht, positiv auf Stationen der Wertschöpfungskette einzuwirken. Dazu gehört Bergbau, Design,  Produktion und Lebenszyklus der Produkte.

„Der erste Schritt unseres Unternehmens bestand darin, zu zeigen, dass Rentabilität und soziale Werte vereinbar sind und man so die gängigen Geschäftsmethoden positiv beeinflussen kann", so die Niederländer. „Dank der ersten Verkaufserfolge und der Unterstützung seiner Community, ist Fairphone nun bereit, mit der Entwicklung seines eigenen Designs noch größere Wirkung zu erzielen."

Das Fairphone 2 will den Ansatz, der mit dem ersten Fairphone begonnen wurden, aufgreifen und weiter ausbauen. Dazu zählen laut Anbieter die Beschaffung von konfliktfreiem Zinn und Tantal aus der Demokratischen Republik Kongo, die Finanzierung eines zweiten Sozialfonds, der von den Arbeitnehmern des neuen Produktionspartners in China verwaltet wird, sowie die Optimierung des Elektroschrott-Recyclingprogramms in Ghana.

Das eigenständige Designkonzept soll einen besseren Überblick über die eigene Lieferkette schaffen. Dies beinhaltet eine verbesserte Nutzung, Kontrolle und Nachverfolgbarkeit der Materialien, die Möglichkeit, Lieferanten erster und zweiter Ebene gezielt auszuwählen und stärkere Bindungen zu diesen aufzubauen, sowie die Gelegenheit, mehr Einfluss auf die Produktionsprozesse zu nehmen.
 

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