Update: Gesamtgebote belaufen sich auf über 3 Mrd. Euro

Frequenzversteigerung für mobiles Breitband

Aktuell versteigert die Bundesnetzagentur Frequenzen für mobiles Breitband – Telefónica Germany, Telekom Deutschland sowie Vodafone wurden für die Auktion zugelassen. Der aktuelle Zwischenstand:

Welcher TK-Anbieter erhält den Zuschlag für neue Frequenzen für mobiles Breitband?

Update 11.06.15

Es ist kein Ende in Sicht: Mehr als zwei Wochen liefern sich die drei großen Telekommunikationsanbieter Telefónica Germany, Telekom Deutschland und Vodafone schon einen Bieterwettkampf um verschiedene Mobilfunkfrequenzen. Besonders beliebt scheinen die 1,8 GHz-Frequenzen zu sein; diese sollen sich  für Breitbandanwendungen – auch in dicht besiedelten Gebieten – eignen. Für die momentan beliebteste Frequenz (1800 G) bietet die Telekom aktuell rund 179 Mio. Euro. Die Versteigerung befindet sich in der 111. Runde.

Update 02.06.15

Der Bieterwettbewerb befindet sich momentan in der 53. Runde, wobei die drei TK-Anbieter insgesamt bereits über 2,2 Milliarden Euro für die verschiedenen Frequenzen geboten haben. Weiterhin ist nicht abzusehen, wie lange die Frequenzversteigerung noch dauert. Die letzte Auktion im Jahr 2010 dauerte übrigens 224 Auktionsrunden (27 Tage) – insgesamt ersteigerten die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus Frequenzen für 4,4 Mrd. Euro.

Update 28.05.15

Die Frequenzversteigerung befindet sich mittlerweile in der 15. Runde – bisher beläuft sich die Summer aller Höchstgebote auf mehr als 1,6 Milliarden Euro. Alle bisherigen Rundenergebnisse sowie den aktuellen Auktionsstand können auf der Seite der Bundesnetzagentur eingesehen werden.

Update 27.05.15

Mittlerweile hat sich auch Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, zu Wort gemeldet: „Die Frequenzen, die versteigert werden, sollen einen substantiellen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Mobilfunkversorgung in Deutschland leisten. Die Versteigerung endet, wenn keine weiteren Gebote auf die angebotenen Frequenzen mehr abgegeben werden. Es lässt sich heute weder sagen, wie lange die Auktion dauern wird, noch lässt sich seriös prognostizieren, welche Erlöse erzielt werden.“

Die Wirtschaftwoche untersuchte, welche Frequenzen für welchen TK-Anbieter besonders attraktiv sein könnten. Demnach könnten sich vor allem die Telekom und Vodafone wieder im 900-Megahertz-Band eindecken. Telefónica brauche Frequenzen dort weniger dringend. Möglicherweise reiche dem Münchner Anbieter nur eines statt der bisher zwei genutzten Frequenzpakete.

Das 1800-Megahertz-Band eigne sich gleichermaßen für traditionelle Telefonie wie für schnelles mobiles Internet – deshalb könnten hier alle Netzbetreiber  zuschlagen. Allen voran müsse Vodafone hier nachlegen, denn die Düsseldorfer haben nicht nur bisher die geringste Kapazität, dieser Frequenzrest steht auch noch zur Neuverteilung an, heißt es.

Hintergründe zur Frequenzversteigerung

Der Frequenzauktion ging ein Zulassungsverfahren voraus, in dem das Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen zur Teilnahme an der Auktion geprüft wurde. Zur Auktion wurden demnach neben der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG auch die Telekom Deutschland GmbH sowie Vodafone GmbH zugelassen.

Insgesamt werden Frequenzen im Umfang von 270 MHz aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz, 1500 MHz sowie 1800 MHz versteigert. Die Frequenzen aus den Bereichen bei 900 MHz und 1.800 MHz haben die Grundlage für den Aufbau der heutigen Mobilfunknetze insbesondere für die flächendeckende mobile Sprachkommunikation gebildet und sollen künftig auch für breitbandige Internetanschlüsse genutzt werden. D

Die Auktion beginnt mit einer öffentlichen Veranstaltung am 27. Mai 2015 um 10:00 Uhr im Dienstgebäude der Bundesnetzagentur, Canisiusstraße 21 in 55122 Mainz.

Bildquelle: © Thinkstock/iStockphoto

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