Mitschreiben und Aufzeichnen

Fünf praktische Notiz-Apps für Android und iOS

Das Smartphone ist immer dabei, weshalb es sich hervorragend zum Schreiben von kurzen Notizen handelt.

Neben der Aufgabenverwaltung ist vor allem der Markt für Notizblock-Apps stark umkämpft, die einzelnen Stores verzeichnen Hunderte dieser Apps. Die bekanntesten und größten Notizblöcke sind Evernote und OneNote, die inzwischen zu Funktionsmonstern gereift sind. Trotzdem erscheinen immer wieder neue Apps und auch die Klassiker werden durch neue Funktionen aufgewertet. Ein paar praktische und teilweise angenehm minimalistische Notizblöcke stellt die folgende Übersicht vor.

Buno

http://bunoapp.com/

Die noch recht junge App (iOS, Android) überzeugt durch eine minimalistische Benutzeroberfläche und einen spartanischen Funktionsumfang, der aber vollkommen ausreicht. Durch Wischen nach unten wird eine neue Notiz angelegt, die aus einem kurzen Titel und einem lebenslangen Text bestehen darf. Formatierungsoptionen gibt es keine, in den Text können aber Fotos aus der Galerie eingefügt werden.

Für die Verwaltung der Notizen können die Anwender „Buckets“ (Ordner) anlegen, in denen die Notizen thematisch sortiert werden können. Zusätzlich gibt es noch eine Suchfunktion. Die Synchronisierung auf mehreren Geräten geschieht mit einem Benutzerkonto, dessen Kennwort auch zur Verschlüsselung dient. Die Buckets und alle Einstellungen finden sich im Menü, dass mit einer Wischbewegung am linken Rand geöffnet werden kann. Eine Besonderheit ist der „Security-Lock“, der die Eingabe einer PIN erlaubt, mit der der Zugriff auf die App gesperrt werden kann.

Better Notes

http://www.betternotesapp.com/

Better Notes ist ebenfalls eine neue App. Sie gibt es zurzeit nur für iOS, aber eine Version für Android und eine Webapp sind für die Zukunft geplant. Auch diese App überzeugt durch Minimalismus. Hier werden neue Notizen durch Antippen eines Notizfeldes erzeugt und anschließend darunter in einer Liste angezeigt. Dabei gibt es weder Formatierungen noch eine Titelzeile, die Notizen werden einfach untereinander angeordnet. Es ist aber möglich, Fotos in den Text einzufügen.

Als einziges Ordnungssystem kennt diese App Hashtags, die entweder direkt mit dem Doppelkreuz eingegeben oder über eine Menüauswahl aus vorhandenen Text ausgesucht werden können. Ein Hashtag kann angetippt werden, sodass alle Notizen mit diesem Hashtag auf dem Display erscheinen. Darüber hinaus gibt es auch eine Freitextsuche. Eine Synchronisierung mit anderen Geräten via Cloud gibt es übrigens (bislang) nicht.

Google Notizen

https://keep.google.com/

Den Dienst „Google Notizen“ gibt es als App für das Web, als Erweiterung für Chrome, als eigenständige Chrome-App sowie als mobile Apps für iOS und für Android. Im Unterschied zu den beiden bisher vorgestellten Minimalisten handelt es sich um eine recht funktionsreiche Anwendung, die allerdings auf überflüssigen Formatierung Schnickschnack verzichtet. Sie dient der einfachen und flexiblen Eingabe von kurzen Notizen sowie ihrer anschließenden Verwaltung. Dabei gibt es in den mobilen Apps auch handschriftliche Notizen, die für Texter, aber auch für kleine Zeichnungen genutzt werden können.

Alle Notizen werden in Form von bunten „Klebezetteln“ auf dem Display angezeigt. Sie können eine Terminerinnerung besitzen sowie mit Ankreuzkästchen vor jedem Absatz ausgestattet werden. Dadurch ist die App recht flexibel und kann auch als Termin- und Aufgabenverwaltung genutzt werden. Praktisch für die Organisation der Notizen ist die Möglichkeit, jeder Notiz ein oder mehrere Labels zuzuordnen. Sie können auch als Anzeigefilter eingesetzt werden, sodass auch bei einer Vielzahl an Notizen der Überblick nicht verloren geht. Nicht mehr benötigte Notizen können gelöscht, aber auch in einem speziellen „Ordner“ archiviert werden. Hier können sie jederzeit wiederhergestellt werden.

Simplenote

https://simplenote.com/

Simplenote ist ein sehr flexibler Notiz-Editor, den es als App für iOS, Android und den Mac gibt, als Anwendung für Windows und Linux und zudem als Webapp. Die Notizen werden einfach untereinander in einer Liste angezeigt. Jede besteht aus einem Titel (der ersten Zeile) und weiterem Text. Formatbefehle gibt es nicht, aber der Editor unterstützt Markdown zur Formatierung. Allerdings muss der Typ der Notiz entsprechend angepasst werden, damit eine Vorschau der Formatierung möglich ist.

Zur besseren Verwaltung der Notizen können jeweils ein oder mehrere Tags eingegeben werden. Sie sind als Ansichtsfilter einstellbar, sodass der Überblick nicht verloren geht. Die App besitzt außerdem grundlegende Funktionen für die Zusammenarbeit von Teams. So können via E-Mail-Adresse andere Simplenote-Anwender an einer Notiz mitarbeiten. Darüber hinaus ist es möglich, eine Notiz unter einer Webadresse zu veröffentlichen, so dass jeder sie lesen kann.

ColorNote

https://www.colornote.com/

Diese App war eines der ersten Notizblockprogramme für Android und ist entsprechend immer noch recht populär. Die Benutzeroberfläche der App basiert auf einer Liste mit Notizen, die nach dem Prinzip einer farbigen, linierten Karteikarte aufgebaut sind. Formatierungen und anderen Luxus gibt es nicht. Notizen können auch in Listenform auftreten, bei der die Unterpunkte mit einem komfortablen Listeneditor recht einfach eingegeben werden. Zudem ist es möglich, zu jeder Notiz einen Erinnerungstermin einzugeben. Außerdem kann auch eine gesamte Notiz als Aufgabe interpretiert und „abgehakt“ werden.

Eine praktische Funktion ist die Möglichkeit, eine einzelne Notiz durch ein Passwort zu verschlüsseln, um beispielsweise Zugangsdaten zu Onlinekonten und ähnliches sicher auf dem Smartphone speichern zu können. Außerdem bietet der Entwickler die Notiz einer Online-Sicherung aller Notizen an, so dass auch eine Synchronisierung über mehrere Geräte hinweg möglich ist. Ein nettes Detail am Rande ist die Möglichkeit, einzelne Notizen als Haftnotiz-Widget auf dem Homescreen zu befestigen.

Bildquelle: Thinkstock

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