Gestensteuerung, KI und vieles mehr

Funktionen von Android 9.0 Pie enthüllt

Google hat mit Android Pie die neunte Version seines mobilen Betriebssystems vorgestellt und zahlreiche Features enthüllt.

Android P

Android P wird im Herbst für alle zugänglich sein.

Die Betaphase von Android P läuft bereits seit Monaten und hat immer wieder für  Spekulationen und neue Erkenntnisse bezüglich des Funktionsumfangs gesorgt. Jetzt herrscht Klarheit, hat Google doch nun selbst die wichtigsten Details zum neuen Betriebssystem bekanntgegeben. Neben vielen Komfortfunktionen sind es vor allem mal wieder die alten Schlagworte, die viele Nutzer aufhorchen lassen: Künstliche Intelligenz, Work-Life-Balance und Gestensteuerung sind nur drei der Trends, die Android P weiter forciert. Bisher ist das Betriebssystem nur für Pixel-Smartphones zu haben, der offizielle Start soll im Herbst erfolgen.

Zunächst hat Google einige Änderungen zugunsten der Nutzerfreundlichkeit vorgenommen. So können ab sofort über eine zentrale Starbildschirmtaste per Wischgeste die meist- und zuletzt genutzten Apps aufgerufen werden. Diese Aktion soll aus allen Anwendungen heraus funktionieren und die Navigation – vor allem bei größeren Smartphones – extrem vereinfachen. Auch an Kleinigkeiten wie der Lautstärkeregelung oder dem Erstellen von Screenshots habe man gearbeitet, so Google.

Unter dem etwas abstrakten Begriff „Digital Wellbeing” wird derweil eine neue Reihe von Optionen zusammengefasst, die einer Smartphone-Nutzung im ungesunden Maße vorbeugen soll. Heißt: Die Nutzungsdauer von Apps kann aktiv angezeigt und begrenzt werden. Wer also irgendwo große Zeitfresser oder Prokrastinationsfallen wittert, kann diese nun schlicht eindämmen. Außerdem wird ein sogenannter Entspannungsmodus unter dem Schlagwort angeboten, der vor allem für die Nacht geeignet sein soll und lästige Aktivitäten wie Push-Mitteilungen unterdrückt. Die Möglichkeit, unter Android P mit verschiedenen Profilen zu arbeiten, dürfte zudem vielen Menschen zugutekommen, die ihr Gerät sowohl privat als auch beruflich nutzen.

Kontextbasierte Voraussagen und „Slices” sollen Komfort heben

Künstliche Intelligenz soll bei Android P in verschiedenen Ausprägungen zur Hand gehen. So merkt sich das System etwa die bevorzugten Helligkeitsprofile des Nutzers oder optimiert sogar die Akkulaufzeit, in dem die Technik lernen und priorisieren soll, welche Apps für den Anwender wichtig sind. In diesem Zuge werden zudem kontextbasierte Voraussagen ermöglicht, bei der einem etwa bevorstehende Wege automatisch als Route via Google Maps angezeigt werden können oder durch das einstecken der Kopfhörer die Wiedergabe eines angefangenen Hörbuches fortgesetzt wird. Ebenfalls auf den Komfort einzahlen werden die sogenannten „Slices”, die erstmals Funktionen von Apps mit den Google-Suchergebnissen verknüpfen.

Wann genau Android P auf ausgewählten Smartphones verfügbar sein soll, ist bisher noch nicht bekannt. Laut Google kommt das Update im späten Herbst. Welche Geräte kompatibel sind, ist ebenfalls noch nicht gänzlich geklärt. Während Smartphones wie das OnePlus 6 bereits Nokia 7 Plus alleine durch ihre Teilnahme an der Beta bereits als gesichert gelten, weiß man etwa zu der Galaxy-Reihe von Samsung noch nichts Offizielles – auch wenn davon auszugehen ist, dass die letzten Flaggschiffmodelle das Update erhalten werden.

Bildquelle: Google

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