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Fußball global

Egal ob Fußball-Bundesliga, spanische Primera División oder US-Major League Soccer – Ergebnisse, Live-Ticker und Hintergrundberichte liefert die App „iLiga“. Im Gespräch mit MOBILE BUSINESS erklärt Lucas von Cranach, Geschäftsführer der Motain GmbH, unter anderem, warum die App ins Leben gerufen wurde und welche Neuerung sie zum Bundesligastart 2013/2014 mit sich bringt.

„Unser heutiges Geschäftsmodel wäre vielleicht gescheitert, wenn nicht Apple den App-Store auf den Markt gebracht hätte“, verrät Lucas von Cranach, Gründer von iLiga.

Herr von Cranach, wie entstand die Idee für Ihre iLiga-App?
Lucas von Cranach:
Die iLiga-App gibt es, weil ich – als leidenschaftlicher Fan des 1.FC Köln – kein Spiel meines Vereins mehr verpassen wollte, wenn ich einmal nicht im Stadion war. Deswegen fand ich nach einigem Suchen einen Weg, wie ich aktuelle Spielstände damals – noch vor dem iPhone – auf mein Nokia N70 einspielen konnte. Mein Ziel war es am Anfang nicht, die populärste Fußball-Community der Welt zu entwickeln, sondern einfach den Wissensdurst von fußballbegeisterten Fans mit den wichtigsten und aktuellsten Informationen zu stillen. Unser heutiges Geschäftsmodell wäre vielleicht gescheitert, wenn nicht kurz darauf Apple den App-Store auf den Markt gebracht hätte und damit genau jene Plattform, auf der ich meine Vision umsetzen konnte.
 
Wie sind Sie bei der Entwicklung vorgegangen?
von Cranach:
Als erstes ging es darum, die beste technologische Lösung für die Vision – nie wieder ein Fußballspiel verpassen zu müssen – zu finden. Denn beim Fußball ist die zeitgenaue Information ausschlaggebend. Zudem müssen die Systeme vor allem an Spieltagen bei jedem Ansturm perfekt funktionieren. Die erste Version der iLiga war eine Java-basierte Applikation, die für über 300 verschiedene Handys entwickelt werden musste und ca. 30.000 Fußballfans erreichte. Heute verzeichnet iLiga über 8 Mio. Downloads weltweit.

Welche inhaltlichen und technischen Schwerpunkte setzten Sie infolgedessen bei der Weiterentwicklung?
von Cranach:
Dank der kontinuierlichen Entwicklung erreichen wir heute Fußballfans aus über 155 Ländern. Das wichtigste für diese Fans sind aktuelle Informationen – alles, was auf dem Platz passiert, passiert zeitgleich auf iLiga und somit auf ihrem mobilen Endgerät. So beziehen wir unter anderem Live-Ergebnisse und Kommentare, Statistiken, News sowie Transfergerüchte zu über 2.000 Mannschaften aus der ganzen Welt. Um alle Fans da zu erreichen, wo sie sind, entwickelte unser Team die App für alle wichtigen mobilen Betriebssysteme für Smartphones, Tablets und Smart TVs.

Durch die vielen verschiedenen Ligen und News ist eine regelmäßige Datenpflege und –aktualisierung notwendig. Wie stellen Sie diese sicher?
von Cranach:
Die 45-köpfige iLiga-Mannschaft arbeitet daran, alle wichtigen Fußballnews den Nutzern so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen. Auch wir sind nicht in jeder Disziplin Weltmeister. In vielen Bereichen entwickeln wir langfristige Partnerschaften. Wir arbeiten mit über 60 Content-Partnern und beziehen über diese sowohl globale wie auch lokale Fußballnews. So deckt iLiga über 100 Ligen in sieben Sprachen ab.

Wie finanzieren Sie die App?
von Cranach:
Ein Teil unseres Umsatzes ergibt sich aus Werbeumsätzen. Eine App, welche am Tag bis zu 1,5 Millionen aktive Fußballfans erreicht, ist ein Weg für Marken, sich mit ihren Kunden in Verbindung zu setzen. Wir sind fest davon überzeugt, dass Apps sich langfristig nicht nur über Werbung finanzieren dürfen und arbeiten derzeit an einigen alternativen Modellen. Auch deswegen konnten wir im April 2013 die erste Investitionsrunde erfolgreich abschließen und können unser Team und Produkt weiter ausbauen.

Durch die Werbemaßnahmen darf der Nutzer jedoch nicht eingeschränkt werden...
von Cranach:
Dem können wir nur zustimmen! Am Ende entscheiden die Nutzer, ob sie die App weiterbenutzen oder nicht. Und ohne aktive Nutzer gibt es weder Werbeumsätze noch Möglichkeiten an weiteren Umsatzquellen zu arbeiten.

Inwiefern kooperieren Sie mit den Sportvereinen?
von Cranach:
Wir kooperieren nicht direkt mit den Sportvereinen. Durch unsere fünfjährige Erfahrung im mobilen Fußballmarkt haben wir Kontakt mit der Branche und stehen vielen Vereinen wie dem FC Bayern München oder Borussia Dortmund bei der Entwicklung ihrer jeweiligen mobilen Lösungen zur Seite.

Welche neuen Features wird iLiga etwa zur Bundesligasaison 2013/2014 bieten?
von Cranach:
Wir möchten unserer Community in Zukunft nicht nur mehr Inhalte zur Verfügung stellen sondern auch immer mehr Platz für Austausch zwischen den Fans schaffen. Dementsprechend dürfen sich unsere Nutzer ab August auf neue Social Features freuen. Bis dies soweit ist, gibt es bald den iLiga-Player – eine Fußball-Video-Sammlung mit offiziellen Fußballvideos von Vereinen, Spielern und Wettbewerben.

Eine Fußball Fachfrage abschließend. Die FIFA testete jüngst neue Torlininentechniken – Befürworter und Skeptiker liefern sich derweil einen Schlagabtausch. Zu welcher „Gruppe“ gehören Sie und wie ist Ihre Meinung zu solchen neuen Hilfsmitteln?
von Cranach:
Auch wenn Tatsachenentscheidungen einen gehörigen Reiz des Fußballs ausmachen, halte ich es für richtig, dass die FIFA die Torlinientechnik einführt. Tore sind die wichtigste Währung im Fußball und Fußballspiele werden nun mal durch Tore entschieden. Die Einführung der Torlinientechnik schafft Eindeutigkeit in einem Bereich, in dem bislang weder das Hauptschiedsrichterteam noch die zusätzlichen Strafraumschiedsrichter den richtigen Durchblick haben konnten und ist daher nur fair. Besonders häufig treten solche Szenen ja ohnehin nicht auf, sodass ich die Diskussionen um pro oder contra Torlinientechnik für ein wenig überzogen halte.

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