News der Woche

Gesichtsdaten: Für eine Handvoll Euro

Die wichtigsten Randnotizen der Woche auf einen Blick: Unkonventionelle Sammelmethoden für Trainingsdaten, überraschendes Wachstum bei Snapchat und ein dokumentarischer Rückblick auf den Cambridge-Analytica-Skandal.

Euromünzen in den Händen eines Kindes

Kann man private Daten mit einem finanziellen Gegenwert beziffern?

Google kauft Daten für Gesichtserkennung

Einem Bericht von ZDNet zufolge soll Google derzeit aktiv Menschen auf der Straße ansprechen, um an Trainingsdaten für seine Gesichtserkennungssoftware zu gelangen. Dabei sollen Passanten, die dem Prozedere zustimmen und eine entsprechende Verzichtserklärung unterzeichnen, ihr eigenes Gesicht mit einem zur Verfügung gestellten Smartphone scannen. Als Gegenzug bekämen die Teilnehmer einen 5-Dollar-Gutschein für Amazon oder Starbucks. Wofür die Daten genau verwendet werden, ist offenbar nicht ganz klar – Spekulationen zufolge sollen die Daten für die Gesichtserkennung der nächsten Pixel-Generation verwendet werden.

Snapchat holt wieder auf

Obwohl Snapchat seinen Anlegern und Fans in der jüngeren Vergangenheit eher Sorgenfalten auf die Stirn getrieben hat, konnte der Foto- und Video-Messenger im letzten Quartal einen überraschenden Zuwachs von 13 Millionen Nutzern verzeichnen. Insgesamt steigt die Zahl der User damit auf insgesamt 203 Millionen. Mit dem Durchbrechen der anhaltenden Stagnation könnte die im April veröffentlichte, überarbeitete Android-App etwas zu tun haben, galt diese doch lange als frustrierende Dauerbaustelle.  

Netflix zeigt Dokumentarfilm über Cambridge-Analytica-Skandal

Die Big-Data-Affäre rund um Facebook und das New Yorker Analysehaus Cambridge Analytica wird von dem Streaming-Dienst Netflix als Dokumentarfilm aufgearbeitet. Das Timing ist interessant, hat Facebook doch just in dieser Woche einen Vergleich der US-Handelsaufsicht akzeptiert und als Konsequenz für den Skandal einer Zahlung von 5 Milliarden Dollar zugestimmt. Der fast zweistündige Film von Karim Amer und Jehane Noujaim ist ab dem 24. Juli abrufbar.

Microsoft investiert in OpenAI

Mit einer Investition von einer Milliarde Euro besiegelte Microsoft in dieser Woche die Partnerschaft mit dem US-Start-up OpenAI. Ziel der Kooperation sei es, neue KI-Technologien für die Cloud-Plattform Azure zu entwickeln. OpenAI soll seine Dienste in diesem Zuge für Azure portieren, um in der Folge die Erforschung einer generellen KI voranzutreiben. Die Hardwareanforderungen dafür will Microsoft über seine eigenen Supercomputer gewährleisten.

Neue Smartphones von Honor

Die Huawei-Tochter hat mit dem Honor 9X und Honor 9X Pro zwei neue Einsteiger-Smartphones vorgestellt. Die Geräte kommen mit einer Pop-Up-Frontkamera, einer 48-MP-Hauptkamera, Kirin-810-Prozessor und aktueller Android-Version. Das günstige Smartphone wurde bisher nur für den chinesischen Markt angekündigt, ob die neuen Modelle auch hierzulande erscheinen werden, ist bisher unklar. Der Preis für die Standardausführung liegt umgerechnet bei etwa 180 Euro, für die Pro-Ausführung werden ungefähr 280 Euro fällig.  

Bildquelle: Getty Images/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok