Das Beste aus den Technologie-Blogs

Gestern, heute, morgen

“Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen.”

Mit der Stimme von Scarlet Johansson

Der Satz aus dem Vorspann stammt aus einer Zeit, als die Zukunft in Deutschland noch militärisch (“Raumpatrouille”) gedacht wurde. Trotz des Kults um die Serie eine eher gestrig wirkende Zukunftsvision.

Gestern

Erstaunlich zielsicher ist dagegen die Vision des SF-Autors Isaac Asimov über die Welt im Jahre 2014. Doch Prognosen sind nicht einfach, vor allem in die Zukunft gerichtete. Wer hätte schon die Entwicklung des Fernsehens vorhersehen können, angesichts der Zustands dieses Mediums im Jahr 1928?

Überhaupt bieten Designs, Geräte und Technologien von gestern einen interessanten Ausflug in die Geschichte - ob auf den Bildern historischer ”Consumer Electronic Shows” in Las Vegas oder in den Entwürfen eines der wirkungsvollsten Designer der Geschichte. Und die 1948 eingeführte Vinyl-LP ist noch längst nicht von gestern, im Gegenteil: Sie könnte heute die Musikindustrie retten.

Heute

Steile These, heftige Diskussion: 2013 war ein verlorenes Jahr für die Technologiebranchen. Das aufwändig (“Longreads only”) produzierte Netzmagazin Quartz hat das doch allerweil etwas bräsig wirkende Jahresrückblicks-Genre aufgerüttelt. Der Artikel verwies - nicht vollkommen zu unrecht - auf die häufig im Inkrementellen dahinläppernden Neuerungen.

Viele sind im Grunde “Innovatiönchen, die dann mit hohem Marketingaufwand als gewaltige Durchbrüche in die Welt hinausposaunt werden.” Da sahen sich John Gruber, Om Malik und David Holmes gezwungen, den weihnachtlichen Flitter aus ihren Tastaturen zu schütteln und diesem Defätismus ein kräftiges “Nein!” entgegen zu rufen.

Morgen

Und was kommt in diesem Jahr und den darauf folgenden? Vielleicht werden wir bald Babysitting-Roboter mit der Stimme von Scarlet Johansson haben, doch solche Ideen erinnern etwas zu stark an die spacigen Zukunftsvisionen von gestern.

Es könnte eher sein, dass die Techie-Elite einen Klassenkampf 2.0 provoziert. Zudem könnte die stetig steigende Lebenserwartung unsere noch im 19. Jahrhundert verwurzelten Vorstellungen vom Ruhestand verändern. Ebenso weit zurück reichen übrigens die üblichen Organisationsformen der Wirtschaft, dabei gibt es längst Ideen für die Unternehmen von morgen.

Bildquelle: Dieter Schütz  / pixelio.de

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