NSA und GCHQ im Visier von Gemalto

Gestohlene SIM-Karten-Schlüssel?

Vergangene Woche wurde durch Edward Snowden bekannt, dass die Geheimdienste NSA und GCHQ Zugriff auf SIM-Karten-Schlüssel von Gemalto erlangt haben sollen. Heute vermeldete das Digital-Security-Unternehmen, dass es laut eigenen Untersuchungen im betreffenden Zeitraum Angriffe gegeben habe. Man gehe aber davon aus, dass keine wirklich sensiblen Daten gestohlen worden seien.

SIM-Karten

Wurden tatsächlich SIM-Karten-Schlüssel gestohlen?

Als Sicherheitsexperte steht Gemalto grundsätzlich im Fokus der Hacker und wird nach eigenen Angaben regelmäßig attackiert. Diese versuchten Angriffe seien durchdacht, aber man wisse intern damit umzugehen. Die meisten Attacken seien somit nicht erfolgreich, während nur die wenigsten die äußere Ebene der hochsicheren Netzwerkarchitektur durchdringen könnten.

In den Jahren 2010 und 2011 entdeckte Gemalto dann zwei Angriffe, die möglicherweise durch die NSA und GCHQ durchgeführt wurden. Diese Angriffe sollen aber „lediglich“ die Office-Netzwerke betroffen haben, die in Kontakt mit der Außenwelt stehen. Die SIM-Card-Encryption-Keys und andere Kundendaten im Allgemeinen würden allerdings nicht in jenem Netzwerk gespeichert. Man gehe aber davon aus, dass die Angriffe durchaus zum Abfangen der Schlüssel dienten. Doch da sich 2010 bereits ein sicheres System zur Schlüsselübertragung im Einsatz befand, wäre mit den gestohlenen Schlüsseln „nur“ das Abhören der 2G-Kommunikation möglich gewesen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

 

 

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