Moderner Arbeitsplatz mit Luctra

Gesündere Beleuchtung im Büro

Ein neuartiges Beleuchtungssystem von Durable will die Wohlfühlatmosphäre im Büro verbessern. Dabei erfolgt die Steuerung des Systems per App.

Luctra Leuchten sind puristisch gestaltet und aus Aluminium.

Wenn die Sonne scheint, geht alles besser: Natürliches Tageslicht regt die Melatonin- und Serotoninproduktion an und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus. Melatonin beruhigt, Serotonin aktiviert. Alles andere als optimal, wenn dieses natürliche Gleichgewicht während der Stunden im Büro kippt. Denn damit die Hormonausschüttung im Gehirn in Gang kommt, ist ein ganz spezielles Lichtspektrum nötig, das eigentlich nur die Sonne liefert.

Büroräume unter 100 m² sollten daher über ausreichend Fenster und Ausblick verfügen, fordert der Landesausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik in diesem Sinne. Doch das greift zu kurz. „Selbst scheinbar hell erleuchtete Innenräume sind aus biologischer Sicht dunkel und für die Steuerung unserer inneren Uhr unwirksam“, erklärt Britta Kluge, Produktmanagerin bei dem Büroartikelhersteller Durable.

Die innere Uhr gerät in der Folge aus dem Takt. Nicht selten leiden Büroangestellte daher unter Symptomen wie Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und im schlimmsten Fall Depressionen. In geschlossenen Räumen hilft dagegen nur Kunstlicht, das biologisch wirksam ist. Während normale Birnen oder Leuchtstoffröhren hier nichts verrichten können, erzeugen beim Leuchtensystem Luctra von Durable kalt- und warmweiße LEDs genau die Lichtfarbe und Helligkeit, die das persönliche Wohlbefinden fördern und ein konzentriertes, entspanntes und produktives Arbeiten unterstützen.

Biorhythmus ist entscheidend

Doch Biorhythmus ist nicht gleich Biorhythmus. Während der eine eher frühmorgens einen Energieschub benötigt, ist ein anderer unmittelbar nach der Mittagspause über mehr Licht erfreut. „Daher lag es nahe, statt einer einheitlichen Deckenbeleuchtung individuell einstellbare Tisch- und Stehleuchten zu entwickeln, die den jeweiligen Arbeitsplatz im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rücken“, so Britta Kluge.

Für die intuitiv bedienbare Software-Steuerung wurde die Triboot Technologies GmbH mit Sitz in Mülheim an der Ruhr an Bord geholt. „Wir haben dem Produkt sozusagen die Intelligenz gegeben“, berichtet CEO Issa Pourgholam. „Ende 2013 sprachen wir erstmals darüber, neben einer Firmware für die Leuchten eine App zu entwickeln, mit der sich diese über eine Bluetooth-Schnittstelle steuern lassen.“ Verantwortlich für die App-Entwicklung zeichnete letztlich Informatikexperte und Triboot-Geschäftspartner Peter Seydel.

Start-up und Industrie wurden über einen gemeinsamen Kontakt zu Prof. Dr. Ulrich Kuipers von der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen aufeinander aufmerksam. Unterstützung sowie Förderung gab es überdies vom Land NRW und der EU-geförderten Initiative „Engage.NRW“. Diese versteht sich als Schnittstelle zwischen Entwicklern und Unternehmern und hat sich zum Ziel gesetzt, Industrie und Entwickler zu beraten und zusammenzubringen, damit Projekte entstehen, von denen beide Seiten profitieren sollen.

App-Entwicklung für die Leuchte

Heraus kam ein Produkt, mit dem sich Lichtstärke und -farbe manuell über eine Touch-Oberfläche direkt an jeder Leuchte anpassen lassen. Integrierte USB-Anschlüsse sorgen für volle Akkus von Smartphones oder Tablets. Das eigentliche Herzstück ist jedoch die kostenlose App, mit der das Schreibtischutensil seine eigentliche Leistung entfaltet.

Das Programm steuert einen voreingestellten 24-Stunden-Lichtverlauf, der auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Nutzers angepasst ist. Dazu ist kein Anpassen nötig, denn das Programm lässt sich schnell und einfach konfigurieren. Hat man fünf Eingangsfragen beantwortet ist die individuelle Tageskurve fertig.

Beim Eintreffen im Büro lässt sich die App via Bluetooth mit der Leuchte verbinden, die wiederum das Benutzerprofil erkennt und den Rest erledigt. In Pausenzeiten spendet sie wärmeres, entspannendes Licht, wohingegen der Farbton in Hochzeiten automatisch kälter wird, um den Organismus auf Trab zu bringen.

Die bisherige Entwicklungszeit der Smartphone-Applikation erstreckte sich auf mehrere Monate. Nun steht das Feintuning an. „Polishing“ nennen die beteiligten Firmen das. Zwischenzeitlich wurde in einem ersten Praxistest die Rückmeldung verschiedener Nutzergruppen in Sachen Design, Handhabbarkeit und Bedienung eingeholt. Wichtig dabei war, herauszufinden, ob die Applikation intuitiv und nutzerfreundlich genug ist. Im Durchschnitt betreuten drei Software-Experten in Vollzeit zeitgleich das Projekt. „Die App beinhaltet praktisch eine ganze Bluetooth-Bibliothek – die Schnittstelle zwischen Leuchte und Mobilgerät, damit beide überhaupt miteinander kommunizieren“, erklärt Pourgholam.

Besonderes Augenmerk in der Entwicklungsphase lag auf dem verzögerungsfreien Steuerungsmechanismus: In der Sekunde, in der der Finger auf das Display tippt, verändert die Leuchte unmittelbar ihre Farbe. Softwareseitig sind die dahinter liegenden mathematischen Algorithmen und der damit verbundene Programmieraufwand recht komplex, beides sorgt aber im Ergebnis für ein Plus an Bedienungsfreundlichkeit.

www.luctra.de

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok