Auf Schritt und Tritt verfolgt

Gesundheitsdaten sammeln und auswerten

Immer mehr Freizeitsportler greifen auf Fitness-Tracker und andere smarte Geräte zurück, um ihre sportlichen Aktivitäten und Körperfunktionen aufzuzeichnen. Dabei wird häufig der Zugriff von Dritten – etwa Krankenversicherungen – akzeptiert. Zu wessen Vorteil?

Läuferin Brücke

Nun ist Olympia 2016 auch schon wieder vorbei. Was mussten die Sportler in Rio schuften und schwitzen – bei knallender Sonne und Temperaturen von über 30 Grad. Egal ob in der Leichtathletik, beim Reiten, Radsport oder Segeln – stets wurden sie dabei auf Schritt und Tritt von Kameras, Schiedsrichtern und Trainern, der Konkurrenz, dem olympischen Komitee und natürlich auch von den Zuschauern vor Ort und am heimischen Fernseher verfolgt. Doch das Auge allein reicht natürlich nicht aus, um bei solch wichtigen Sportgroßveranstaltungen alles im Blick zu behalten. Wichtig sind hier höchst präzise und sehr zuverlässige Messgeräte, die sich keinerlei Fehler oder gar Ausfälle erlauben dürfen.

Freizeitsportler greifen an dieser Stelle zunehmend auf „kleine Helfer“ wie Smartwatches, GPS-Uhren und Fitness-Tracker zurück, um – wie die Olympia-Vollprofis – ihre sportlichen Aktivitäten und Körperfunktionen aufzuzeichnen, auszuwerten und sich in netten Grafiken vor Augen führen zu lassen. Ebenso nutzen sie Apps auf dem Smartphone, um beispielsweise Jogging-Routen aufzuzeichnen oder die zurückgelegten Schritte und Höhenmeter eines Tages zu visualisieren, um dann zu entscheiden, ob man fürs Erste genug getan hat oder doch nochmals ran muss. Die Nutzer sollten sich dabei aber stets bewusst sein, dass ihre gespeicherten Gesundheitsdaten schnell mal bei Dritten landen könnten.

Krankenversicherungen machen sich die mobilen Entwicklungen im Gesundheitsbereich mittlerweile zunutze und verknüpfen z.B. entsprechende Fitness-Apps mit ihren Prämienprogrammen. Kritiker und Datenschützer befürchten allerdings, dass ursprüngliche Bonusprogramme plötzlich in Malussysteme umgewandelt werden könnten – frei nach dem Motto: Wer sich nicht bewegt und sich ungesund ernährt, muss höhere Versichertenbeiträge zahlen. Wir haben die eine oder andere Krankenversicherung zu Wort kommen lassen. Lesen Sie mehr zum Thema „M-Health“.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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