Neues von Apple

Größenwachstum jetzt auch beim iPad

Wie in jedem Herbst stellt Apple das neue und verbesserte iPhone und iPad vor. Das "one more thing" ist diesmal ein 13 Zoll großes iPad mit Stylus und Tastatur. UPDATE: Es ist ab Mittwoch verfügbar.

  • Apples iPad Pro

  • Apples iPad Pro

Im September beginnt der meteorologische Herbst, die ersten Schokoweihnachtsmänner wagen sich aus der Deckung und Apple stellt neue Produkte vor. Zwei iPhone Modelle, ein 13-Zoll-iPad und die neue Version von Apple-TV. Alles mit neuen Prozessoren, besseren Kameras, mehr Benutzerkomfort und die Mobiltelefone mit Force Touch.

Force Touch

Letzteres ist die eigentliche Innovation bei den iPhones, zumindest für Apple. Es heißt übrigens auch nicht Force Touch, denn dann wären wir bei Android, das diese Funktion schon seit sechs Jahren besitzt. Bei Apple heißt es 3D Touch, aber die Funktion ist dieselbe: Das Display erkennt die Stärke des Drucks mit dem Finger, sodass ein fester Druck auf das Display eine zusätzliche Funktion auslöst.

Zahlreiche Android-Smartphones haben diese Möglichkeit eingebaut. Doch bisher wurde die Druckerkennung noch nicht sinnvoll eingesetzt. Der vermutliche Grund: Unterschiedlich starker Fingerdruck wird von jedem Anwender anders empfunden, sodass durch die dritte Dimension der Touchgesten eine zusätzliche Hürde bei der Bedienung entstehen könnte.

Die Zeit wird zeigen, ob die Anwender diese Funktion sinnvoll finden und tatsächlich verstärkt nutzen. Sie wirkt aber weniger wie eine lange erwartete Verbesserung der Bedienbarkeit von Smartphones. Es scheint sich hier eher um eine Idee zu handeln, die auch in deutschen Autokonzernen ersonnen werden könnte: "Wir müssen unbedingt eine neue Funktion einführen."

iPad Pro mit Stylus

Deutlich interessanter, jedenfalls für den von Apple anvisierten Business-Kunden, ist das 13 Zoll große iPad Pro.  Es hat ein Widescreen-Display mit einer Auflösung von 2732 x 2048 Pixeln und arbeitet mit einem A9X 64-Bit-Chip. Die weiteren Daten im Schnellüberblick: 8-MP-Kamera, 1,2-MP-Frontkamera, zwei Mikrofone, vier Lautsprecher, die üblichen Schnittstellen sowie ein Akku mit 10 Stunden Laufzeit.

UPDATE: Das iPad Pro kann ab Mittwoch, 11. November online vorbestellt werden  und soll später in dieser Woche auch im stationären Handel erhältlich sein. Apple Pencil und Smart Keyboard sind ebenfalls ab Mittwoch bestellbar.
Das  iPad Pro kostet 899 Euro für das 32GB Wi-Fi-Modell und 1.229 Euro für das 128GB WiFi + Cellular-Modell. Der Apple Pencil wird für 109 Euro und das Smart Keyboard für 179 Euro erhältlich sein. Alle Preise inkl. MwSt..

Das Besondere am iPad Pro ist der Stylus, den Steve Jobs nie wollte und bereits abgeschafft glaubte, der aber bei Phablets wie dem Samsung Galaxy Note Auferstehung feierte. Natürlich heißt er bei Apple anders, nämlich Pencil. So ein Gerät ist praktisch, wenn es um die Notizen, Skizzen, Bildbearbeitung oder Design geht. Allerdings: Der Werbe-Claim "Absolut revolutionär" klingt arg übergeigt.

Auch an Tastatur-Fans hat Apple gedacht, denn als Zusatzgerät gibt es das neue Smart Keyboard. Damit sieht das iPad Pro ungefähr so aus wie ein Microsoft Surface Pro 3. Und das ist auch genau der Zielkorridor für dieses Produkt: Leute, die eine hochmobile Lösung für produktives Arbeiten suchen, den praktischen Touchscreen nicht missen wollen und denen die normale Tablet-Größe nicht ausreicht.

Aber hier muss Apple erst einmal den Markt erobern, denn das Surface hat in Sachen Business-Tauglichkeit die Nase vorn. Hier laufen auch die etwas despektierlich so genannten Legacy-Anwendungen aus der Desktoprechner-Welt. Und welches Business (außer einem Start-up) hat keine Legacy-Anwendungen?

Trotzdem ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Apple TV, iPad Pro sowie iPhone 6S/6S+ wie geschnitten Brot verkaufen und die nächsten paar Dutzend Fantastilliarden in die Kassen von Apple spülen. Doch die Häufigkeit der Modellwechsel  kann auch zum Problem werden. Nach einer Forsa-Umfrage wollen lediglich 11 Prozent der deutschen iPhone-Besitzer ein neues Gerät kaufen. Aber in einem Jahr ist ja schon die nächste Gelegenheit.

Bildquelle: Apple

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