E-Signing

Gut fürs Klima

Im Interview verrät Carsten Heiermann, Chief Evangelist bei Foxit, einem Anbieter von PDF-Produkten und Dienstleistungen, wie E-Signaturen zum Klimaschutz beitragen können.

Carsten Heiermann

Seit 1995 beschäftigt sich Carsten Heiermann mit Themen rund um Kompression, Standardisierung sowie elektronische Dokumentenerfassung und -konvertierung.

MOB: Herr Heiermann, welche Rolle hat E-Signing anno 2021 in Deutschland gespielt?
Carsten Heiermann:
Eine immer größere. Gerade die letzten zwei Jahre waren für jeden eine Herausforderung. Da ist jede digitale Lösung, die Leben und Arbeit leichter macht, ein Geschenk. E-Signaturen können geschäftliche Kontinuität sicherstellen und die Customer Experience verbessern. Sie sind einfach, komfortabel, schnell und kosteneffizient. Deutsche Unternehmen aller Branchen können damit Prozesse optimieren, einen sofortigen ROI erzielen und ihre digitale Wettbewerbsfähigkeit steigern. Rechtlich sind E-Signaturen in Deutschland übrigens schon seit 2001 anerkannt. Außerdem gilt die eIDAS-Verordnung, die rechtsverbindliche elektronische Transaktionen innerhalb der EU erleichtert. Formulare und Verträge sind heute leichter und sicherer elektronisch zu unterschreiben denn je. Auch das Fälschen einer Unterschrift ist so fast unmöglich.

MOB: Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf die Nutzung von E-Signaturen im Firmenumfeld ausgeübt?
Heiermann:
Sie hat die Einführung von E-Signaturen gefördert. Im Lockdown wurden geschlossene Büros und das Homeoffice quasi zur Regel. Neue Lösungen waren gefragt, um das Geschäft am Laufen zu halten. Wie Videokonferenz-Tools gehören auch E-Signaturen zu den Technologien, deren Einführung absolut sinnvoll war und bleiben wird. Anfangs skeptische Unternehmen stellen nun fest, dass E-Signing nicht nur rechtlich breit anwendbar ist. Auch Vereinbarungen, die das Koordinieren mehrerer Unterschriften oder Expressversand erfordern, lassen sich so mit minimalem Aufwand abschließen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

MOB: Worin sehen Sie die Vorteile und Möglichkeiten von E-Signaturen?
Heiermann:
Ihre Fähigkeit, den Betrieb ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten, sorgt bei den Unternehmen für ein beruhigendes Gefühl. Aber das ist nur der Anfang. Die Unterzeichnung von Verträgen ohne zeitliche oder örtliche Beschränkung erspart Mitarbeitern viel Wartezeit. Ein weiterer Vorteil: vollständig automatisierter Dokumenten-Workflow. Das verringert die Gefahr menschlicher Fehler und die Mitarbeiter können sich anderen Aufgaben widmen. Das Ergebnis: mehr Geschäftsabschlüsse, höhere Produktivität und zufriedenere Kunden. E-Signaturen werden für Firmen zukünftig nicht nur „nice to have“, sondern ein absolutes „must have“ sein.

MOB: Inwieweit tragen E-Signaturen zum Klimaschutz bei?
Heiermann:
Sie verringern oder beseitigen natürlich den Bedarf an Papier. Manuelle Dokumentenprozesse sind naturgemäß fehleranfällig. Und fast jeder Fehler, egal wie groß oder klein, erfordert einen neuen Ausdruck. Abgesehen von den Kosten für Papier, Tinte und Versand muss der Vertrag auch noch unterschrieben werden, was Autofahrten oder gar Flugreisen erfordern kann. Mit jeder elektronischen Unterschrift jedoch wird der unternehmensweite CO2-Fußabdruck reduziert. E-Signaturen bedeuten außerdem weniger Kauf und Verschleiß von Druckern und Scannern – also weniger Elektroschrott. Damit sorgen sie für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Bildquelle: Foxit

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