Kollaboratives Schreiben

Hackpad: Zusammenarbeit ohne Umstände

Teamarbeit muss nicht kompliziert sein, auch wenn gemeinsam Dokumente verfasst werden. Hackpad ist eine einfache Lösung für diese Aufgabe.

In den meisten Unternehmen ist kollaboratives Schreiben, also das Verfassen von Texten in Zusammenarbeit von mehreren Personen, fast schon die Regel. Doch wenn ein Team an einem einzelnen Projektdokument arbeiten muss, können leicht Fragen auftauchen: Wer hat wann was geschrieben? Wer hat welche Änderungen vorgenommen?

Das klassische Hilfsmittel für solche Aufgaben ist Microsoft Word, dessen Funktion zur Änderungsverfolgung auch mit mehreren Personen zurechtkommt. Doch häufig gibt es keine Infrastruktur für das gemeinsame Arbeiten, stattdessen werden Worddateien per Mail hin und her geschickt. Außerdem ist der gesamte Funktionsumfang einer Highend-Textverarbeitung häufig gar nicht gefragt.

Eine praktische und leichtgewichtige Alternative für das kollaborative Arbeiten an Dokumenten ist die Webapp Hackpad, die auch als native App für iOS angeboten wird. Sie bietet einen einfachen Editor mit grundlegenden Funktionen, der die Änderungen von einzelnen Personen an einem Text in jeweils unterschiedlichen Farben darstellt. Die Inhalte werden in Arbeitsbereichen organisiert, die jeweils beliebig viele sogenannte „Pads“ aufnehmen können - die bearbeitbaren Inhaltsseiten.

Grundlegende Editorfunktionen

Die kostenlose Version kann unbegrenzt viele öffentliche Arbeitsbereiche und Benutzer aufnehmen. Allerdings sind die entsprechenden Dokumente offen im Web verfügbar. Private und damit nur für eingeladene Nutzer zugängliche Arbeitsbereiche sind bis fünf Anwender kostenlos. Anschließend berechnet Hackpad-Besitzer Dropbox zwei Dollar pro Anwender und Monat.

Der Editor bietet tatsächlich nur einige wenige Grundfunktionen wie Zeichenformate, Aufzählungen, Aufgabenlisten, Einrückungen sowie das Einfügen von Tabellen, Weblinks, Grafiken und Dateien. Das ist aber vollkommen ausreichend. Der Sinn von Hackpad liegt nicht in der schicken Gestaltung eines Dokuments, sondern in der gemeinsamen Erarbeitung von Inhalten.

Dafür markiert der Editor eindeutig und gut sichtbar den Autoren einzelner Passagen. Zusätzlich gibt es eine History-Funktion, mit der alle Änderungen nachvollzogen werden können. Außerdem werden die Autoren auch über größere Änderungen per E-Mail informiert.

Ein zusätzliches Organisationselement sind sogenannte Collections, mit den Pads aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammengefasst werden können. In die Pads können auch Hashtags (z. B. #trend) eingetragen werden, die nach dem Anklicken eine vollautomatische Suche auslösen und alle Pads mit diesem Hashtag anzeigen.

Darüber hinaus gibt es Social-Media-Funktionen, die die Zusammenarbeit erleichtern. So hat jeder Benutzer eine Profilseite, auf der sich ein Stream aus „seinen“ Pads befindet. Durch einen Klick auf den Follow-Button in jedem Pad kann ein Nutzer es in seinen eigenen Stream aufnehmen. Der „Erzeuger“ eines Pads und von ihm eingeladene Anwender sind automatisch Follower.

Neben der Speicherung auf den Hackpad-Servern gibt es auch eine Möglichkeit, sämtliche Pads mit Dropbox zu synchronisieren. Ein Hinweis: Obwohl der Service zu Dropbox gehört, ist für die Nutzung ein Dropbox-Zugang nicht erforderlich, die beiden Webapps sind unabhängig voneinander.

Bildquelle: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

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