Longreads für das Wochenende

Hic sunt dracones

Das Land der Drachen: Blinde werden sehend, Tod und Krankheit sind besiegt und über allem thront die Turing-Maschine.

Auf den Karten und Globen der frühen Renaissance gab es noch viele weiße Flecken, die mit "Hier sind Drachen" (Hic sunt dracones) beschriftet wurden. In Zeiten, in denen die Oberfläche der Erde (scheinbar) vollständig von Google Earth erfasst ist, gibt es keine Orte mehr, an denen sich Drachen verstecken können. Oder doch?

Vor der Renaissance war Europa technologisch rückständig, vergleichen zum Beispiel mit China. Ab 1500 begann sich das (sehr) langsam zu ändern. Doch der wirklich große Wandel in Europa begann um 1800 mit der "Großen Bereicherung". China hatte daran keinen Anteil.

Einer der Endpunkte des gigantischen Aufstiegs Europas und in der Folge des ganzen Westens sind Milliardäre, die Tod und Krankheit besiegen wollen. Doch es ist gut möglich, das die Evolution etwas anderes vorhat.

Die Technologie des Westens könnte übrigens auch eine 2000 Jahre alte Legende verwirklichen: Blinde werden wieder sehend.

Für dieses und für andere Wunder ist der Computer eine notwendige Zutat, die auf einem gut 70 Jahre alten Konzept basiert: Der Turing-Maschine.

Das Gehirn der Menschen arbeitet dagegen ganz anders. Das lässt sich sehr gut an der Funktionsweise unseres Gedächtnisses zeigen, wenn es einmal versagt: Wie es ist, das Kurzzeitgedächtnis zu verlieren und - umgekehrt - wie es ist, sich an jedes Detail aus seinem Leben erinnern zu können.

Bildquelle: Thinkstock

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