Experten weisen auf die hohen technischen und rechtlichen Anforderungen für sichere Online-Votings hin.
Die Corona-Pandemie hat viele Vereine, Parteien und Unternehmen veranlasst, Wahlen und geheime Abstimmungen online abzuhalten. IT-Sicherheitsexperten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) weisen jedoch auf die hohen technischen und rechtlichen Anforderungen hin, die notwendig sind, um digitale Abstimmungen mit komplexen kryptographischen Verfahren sicher zu machen.
Es sei ein Unterschied, ob z.B. ein kleiner Verein ein Online-Wahlsystem nutze, um am Ende des Tages Aufgaben zu verteilen, oder ob es wie bei politischen Wahlen um Macht und Einfluss gehe, gibt Prof. Melanie Volkamer von der Forschungsgruppe Secuso – Security, Usability, Society am KIT zu bedenken. Die Stimme bequem zu Hause auf dem Sofa abgeben zu können, scheine verlockend, aber die technische Umsetzung eines Systems, das es möglich macht, zwischen einem manipulierten und einem nicht manipulierten Ergebnis zu unterscheiden, sei durchaus hochkomplex.
Zu den aktuellen Entwicklungen im Kontext von Online-Wahlen und digitalen Abstimmungen hat das KIT gemeinsam mit internationalen Fachkollegen kürzlich ein Positionspapier veröffentlicht, um über die Risiken zu informieren und wie diese zu bewerten sind, um Vor- und Nachteile für den Einsatz bei einer konkreten Online-Wahl abwägen zu können.
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