Transformationsprozess

Home, smart Home

Der digitale Transformationsprozess in den eigenen vier Wänden macht das Leben einfacher und besser. „Allerdings nur, wenn wir Datenschutz und Datensicherheit von Anfang an konsequent mitdenken“, betont Thomas Rosteck, Leiter der Division Connected Secure Systems von Infineon Technologies, im Kommentar.

Thomas Rosteck

„In den letzten Jahren hat die Digitalisierung in unseren Haushalten einen enormen Aufschwung erlebt“, betont Thomas Rosteck.

In den letzten Jahren hat die Digitalisierung in unseren Haushalten einen enormen Aufschwung erlebt. Neben Kommunikations- und Unterhaltungselektronik installieren Verbraucher zunehmend intelligente Heiz- und Klimatechnik, digitale Türschlösser, vernetzte Sicherheitskameras oder Ladestationen für das Elektroauto. Bis 2026 soll sich der Markt für Smart-Home-Geräte und -Anwendungen fast verdreifachen – ein Durchschnittshaushalt wird dann über rund 50 vernetzte Geräte verfügen.

Dabei stehen wir erst am Anfang des digitalen Transformationsprozesses. Denn erst durch die Vernetzung von Endgeräten zu unabhängig kommunizierenden Systemen im Internet der Dinge können wir das gesamte Potenzial der Digitalisierung heben. Vor allem können wir dadurch gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Urbanisierung und dem demographischen Wandel entgegenwirken.

So wird das Internet der Dinge ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende sein. Durch die Kommunikation zwischen Endgeräten können wir Strom aus erneuerbaren Energien effizienter nutzen. Dank intelligenter Vernetzung der Photovoltaikanlage mit Wallbox, Elektroauto und Haushaltsgeräten im Smart Home können wir die verfügbare Solarenergie bedarfsoptimiert nutzen und das öffentliche Stromnetz entlasten. Oder man denke an die demographischen Herausforderungen: Richtig eingesetzt, können Smart-Home-Geräte und digitale Gesundheitsanwendungen ältere Menschen in ihrem Alltag unterstützen und im Notfall sogar den Arzt rufen. So können sie besser versorgt werden und dennoch in ihren eigenen vier Wänden bleiben.

Die Vernetzung im privaten Bereich stellt jedoch besondere Herausforderungen an Gerätehersteller und Smart-Home-Dienstleister: vom kundenorientierten Produktdesign, über die einfache Einbindung der Geräte in das heimische Netzwerk, die robuste Konnektivität, zuverlässige Datenerfassung und -analyse bis hin zu Datenschutz und -sicherheit.

Intelligent, sicher und energieeffizient

Eine große Bandbreite an Chips und Software steht zur Verfügung, um Smart-Home-Lösungen intelligenter, sicherer und energieeffizienter zu machen. Sensoren helfen den Geräten, ihre Umwelt wahrzunehmen und im Sinne des Datenschutzes „datensparend“ zu arbeiten. Beispielsweise erfassen Radarsensoren in Belüftungs- und Lichtlösungen nur die Zahl der Personen im Raum, nicht ihre Identität. Fortschrittliche Wi-Fi-Lösungen optimieren Bandbreite und Geschwindigkeit bei möglichst geringem Stromverbrauch, während Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen Geräten hilft, Daten vor Ort zu analysieren und zu bearbeiten, was wiederum Bandbreite und Stromverbrauch im Netz einspart. Und nicht zuletzt ermöglichen Industriestandards wie „Matter“, Geräte verschiedener Hersteller unkompliziert und sicher in das Smart Home einzubinden und zu steuern.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Sicherheit spielt in der zunehmend vernetzten Welt eine immer größere Rolle. Die vielen elektronischen Helfer im Smart Home sollen weder die Daten ihrer Nutzer preisgeben, noch im Rahmen von Botnetzen als Hackerwerkzeuge eingesetzt werden können. Da in Privathaushalten keine IT-Abteilung für Sicherheit sorgen kann, braucht es Geräte mit selbstfunktionierenden Sicherheitsfunktionen wie eine gesicherte Geräte-ID, Schutz vor unautorisiertem Zugriff und Manipulation sowie eine Verschlüsselung der Daten – und das nicht nur bei der Auslieferung, sondern über einen angemessenen Lebenszyklus hinweg. 

Bildquelle: Infineon

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