Ex-Google-Manager Barra wird Oculus-Chef

Hugo Barra: Von Google nach China - nun zu Oculus

Facebook macht den Manager Hugo Barra zum Chef seiner VR-Tochter Oculus. Er bringt Erfahrung von Android und aus China von Xiaomi mit.

Hugo Barra stellt auf der Technik-Messe CES in Las Vegas neue Produkte für die chinesische Elektronik-Firma Xiaomi vor. Foto: Andrej Sokolow

Hugo Barra stellt auf der Technik-Messe CES in Las Vegas neue Produkte für die chinesische Elektronik-Firma Xiaomi vor. Foto: Andrej Sokolow

Hugo Barra war beim Smartphone-Hersteller Xiaomi seit über drei Jahren für den internationalen Ausbau verantwortlich und galt als ein Aushängeschild der chinesischen Senkrechtstarter. Bei Google war er zuvor eine der führenden Figuren bei der Entwicklung des Betriebssystems Android.

Der 40-Jährige teile seine Überzeugung, dass virtuelle Realität die nächste zentrale Computer-Plattform sein werde, schrieb Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg am späten Mittwoch. Barra hatte erst vor wenigen Tagen seinen Rückzug bei Xiaomi und die Rückkehr ins Silicon Valley angekündigt.

Er hatte seine Rückkehr in die USA damit erklärt, dass ihm das Leben in China fern von seiner Familie und alten Freunden auf die Gesundheit geschlagen habe. Xiaomi hatte seine ambitionierten Pläne für eine rasche Expansion in weitere Länder im vergangenen Jahr zurückgefahren und konzentriert sich auf den asiatischen Raum.

Oculus, das Brillen zum Eintauchen in virtuelle Welten und die entsprechende Software entwickelt, war von Facebook 2014 für rund zwei Milliarden Dollar gekauft worden. Danach investierte das Online-Netzwerk noch massiv in die Technik. Im vergangenen Jahr kam die langerwartete Oculus-Brille in den Handel - es blieb aber bisher ein Nischenmarkt.

Zuckerberg hat große Pläne, mit virtueller Realität alle Bereiche von Kommunikation bis hin zu Werbung und Handel zu revolutionieren. Aktuell müssen sich Oculus und Facebook vor Gericht gegen den Vorwurf wehren, die anfängliche Oculus-Technologie sei von einem Entwickler beim Wechsel des Arbeitgebers bei einem anderen Unternehmen mitgenommen worden.

Link:

Facebook-Eintrag von Zuckerberg

Facebook-Eintrag von Barra

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