Klassiker fordert Konkurrenz heraus

Im Test: Samsung Galaxy S 10+

Mit seinen Galaxy-Modellen mischt Samsung seit 2010 regelmäßig den Smartphone-Markt auf. Im Februar stellte das Unternehmen mit der Galaxy-S10-Serie seine neuesten Flaggschiffe vor – und will damit die Konkurrenten im High-end-Segment in die Schranken weisen. MOBILE BUSINESS hat das Gerät getestet.

Im Test: Samsung Galaxy S 10+

Die Redaktion von MOBILE BUSINESS hat das Samsung Galaxy S 10+ getestet.

Schon der erste Eindruck des Galaxy S10+ vermittelt: Das Thema „Hochwertigkeit“ ist inzwischen unter vielen Smartphone-Nutzern zum Entscheidungskriterium avanciert. Das Gehäuse aus Aluminium und Keramik sorgt dafür, dass das Gerät gut in der Hand liegt. Dieses Design spiegelt sich auch optisch in der sehr glatten Oberfläche des Displays wider.

Das Display an sich ist denn auch das Schmuckstück des Geräts: Die No-Notch-Technologie sorgt dafür, dass außer in der oberen rechten Ecke, wo die beiden Frontkameras eingebettet sind, der Bildschirm randlos erscheint. Die Farbwiedergabe des Dynamic-Amoled-Displays zeichnet sich durch Tiefe und Intensität aus, und mit einer Pixeldichte von 526 ppi erscheinen Bilder und Videos gestochen scharf.
Anders als bei den Vorgängermodellen befindet sich der Fingerab-rucksensor nun auf der Vorderseite und ist via Ultraschalltechnik in das Display integriert. Ebenfalls ersetzt wurde der Iris-Scanner – stattdessen setzt der Hersteller nun auf eine einfache Gesichtserkennung über die Standard-Frontkamera. Diese funktioniert zwar im Hellen reibungslos, gilt aber im Allgemeinen als weniger sicher und ist bei schlechteren Lichtverhältnissen nicht zuverlässig.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.


Mit großer Spannung wurde auch das Kamerasystem des S10+ erwartet. Und auch hier bleibt das neue Galaxy nicht hinter den Erwartungen seiner Fans zurück: Gleich fünf verschiedene Kameras (die beiden Frontkameras inbegriffen) und KI-gestützte Szenenerkennung sorgen dafür, dass Fotofreunde mit wenigen Handgriffen ordentliche Ergebnisse erzielen können. Durch den Live-Fokus z.B. werden Selfie-Aufnahmen verbessert und erscheinen dynamischer. Allerdings leidet die Bildqualität, wenn die Lichtverhältnisse schwach sind.

Eine interessantes Feature soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben: Aktiviert man in der Statusleiste „Wireless Powersharing“, funktioniert die Gehäuserückseite wie eine induktive Ladeschale und kann durch Auflegen andere Geräte mit Strom versorgen, vorausgesetzt, diese lassen sich ebenfalls kabellos laden.

Insgesamt kann das Smartphone wohl vor allem durch seine hochwertige Verarbeitung und das leistungsstarke Display punkten, denn wie auch bei vielen anderen High-End-Geräten wird der „Ottonormal-Nutzer“ das gesamte Potential der technischen Extras wohl kaum in seinen Alltag einbinden können.  

Pro

+ Hochwertige Verarbeitung und Materialien
+ Sehr gutes Display mit hoher Helligkeit
+ Kurze Ladezeit

Contra

– relativ hohes Gewicht
– Bixby-Taste ist nach wie vor vorhanden

Technische Daten

Abmessungen: 15,5 x 7,3 x 0,4 cm
Display: 16,4 Zoll
Gewicht: rund 200 g
Betriebssystem: Android 9.0 Pie
Prozessor: Exynos 9820 Octa-Core
Speicher: 16 GB, erweiterbar
bis 256 GB (MicroSD)
Arbeitsspeicher: 2 GB
Akku: 4.100 mAh
SIM-Karte: Dual-Sim (Hybrid mit MicroSD)
Front-Kameras: Standard (10 MP) und Kamera für Bokeh-Effekt (8 MP)
Back-Kameras: Ultra-Weitwinkel (16 MP),
Weitwinkel (12 MP), Tele (12 MP)
Schutzklasse: P68 (wasser- und staubdicht)
Sensoren: Fingerabdruck-, Helligkeits-,
Beschleunigungs-, Näherungs-, Herzfrequenz- und Gyroskopsensor, Kompass
Konnektivität: GPRS/2G, UMTS/3G, LTE/4G, Wlan, Bluetooth
UVP des Herstellers: 1.249,- EURO

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