Studie: Viel Hetze, wenige Hetzer

Immer mehr Hass im Netz

Laut einer neuen Studie wird Hass im Netz zu einem immer größeren Problem. 78 Prozent der Befragten gaben demnach an, bereits Probleme mit Hasskommentaren gehabt zu haben.

Eine Aktivistin der Nichtregierungsorganisation Campact steht mit einem Plakat mit der Aufschrift "Hessen gegen Hass im Netz" am Eingang zum Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen in Hessen, Foto: Frank Rumpenhorst

Eine Aktivistin der Nichtregierungsorganisation Campact steht mit einem Plakat mit der Aufschrift "Hessen gegen Hass im Netz" am Eingang zum Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen in Hessen, Foto: Frank Rumpenhorst

Das waren elf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (2017: 67 Prozent). Die neue Forsa-Studie ist im Auftrag der Landesmedienanstalt NRW entstanden, sie wurde am Donnerstag von der Medienanstalt vorgestellt.

Das Ergebnis ist stark altersabhängig: Von den 14– bis 24-Jährigen haben sogar bereits 96 Prozent Hasskommentare wahrgenommen. 39 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass die Hasskommentare im Internet die sachlichen Beiträge überwiegen. Gleichzeitig stieg die Zahl derjenigen, die aktiv gegen Hasskommentare vorgehen.

Viel Hetze, aber wenige Hetzer

Unverändert stabil blieb die Zahl der „kleinen, lauten Minderheit”, die die Hasskommentare verfassen: Ein Prozent der Befragten räumt dies selbst ein.

„Die Ergebnisse zeigen, dass wir viel Hetze, aber wenige Hetzer im Netz haben. Dies zeigt uns aber auch, dass es eine Chance gibt, den zunehmenden Hass im Internet in den Griff zu bekommen”, so Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.

Für die Studie wurden 1008 private Internetnutzer im Alter ab 14 Jahren zwischen dem 1. bis 8. Juni 2018 befragt.

 

 

dpa/pf

 

 

 

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