Grenzenlos mobil arbeiten

In vier Schritten zum Mobile Working

Viele Konzerne in Deutschland brauchen eine Lösung, um wie jetzt auf eventuelle Ernstfälle vorbereitet zu sein. Aufgrund verschiedener Umweltfaktoren kann es immer wieder dazu kommen, dass das Arbeiten in der normalen Büroumgebung nicht mehr möglich ist. Für viele Unternehmen ist es jedoch besonders schwer, spontan eine Lösung bereit zu stellen.

In vier Schritten zum Mobile Working

Cloud Computing ist die Grundlage für effektives, mobiles Arbeiten.

Warum? Oft müssen sie sich in solchen Fällen schon mit vielen anderen Themen beschäftigen. Deshalb sollten Verantwortliche vorab eine Strategie entwickeln, um im Ernstfall schnell und stressfrei handeln zu können. Gerade zuhause muss es Mitarbeitern ohne zusätzlichen Stress möglich sein, ungehindert von jedem Gerät auf die gewohnte Arbeitsumgebung zugreifen können. Das scheint auf den ersten Blick aufwendig und mit hohen strukturellen Veränderungen verbunden. Für die Aufrechterhaltung des Daily Business in schwierigen Situationen lohnt sich eine solche Umstrukturierung aber langfristig für viele Unternehmen. Mit den folgenden vier Schritten zeigt Parallels, wie sich das bewerkstelligen lässt:

1. Geräteunabhängig arbeiten

IT-Verantwortliche müssen sämtliche Arbeitsanwendungen, Daten und Desktops auf allen Endgeräten, zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar machen. Zudem gilt es, das Firmennetzwerk und die Daten zu schützen, die DSGVO zu berücksichtigen und Anwendungen aktuell zu halten. Eine Remote-Bereitstellung von Anwendungen in Verbindung mit virtuellen Desktops kann hier die Lösung sein. Mitarbeiter haben so die Möglichkeit, jede Windows-Anwendung zu nutzen und auf ihre Dateien und Arbeitsplätze zuzugreifen. Dies geschieht vollkommen unabhängig von der Wahl des Endgeräts. Remote-Bereitstellungslösungen und VDI (Virtual Desktop Infrastructure) können komplex und selbst für große Unternehmen teuer sein. Jedoch bietet der Markt einfache und kostengünstige Lösungen, die einen ähnlichen Funktionsumfang bieten.

2. Nahtlose Zugänge ermöglichen

Mobiles Arbeiten sollte einfach, schnell, produktiv und stressfrei sein. Das bedeutet, Geschäftsanwendungen müssen auf Smartphones und Tablets mit den gewohnten Touch-Gesten gesteuert werden können. Gleichzeitig muss unabhängig von Zeit und Ort ein nahtloser Zugriff auf unternehmensinterne Ressourcen möglich sein. Eine Remote-Lösung sollte sich einfach installieren lassen und auf jedem Endgerät laufen. Dazu gehören Systeme mit Windows, Linux, Mac, iOS, Android sowie Thin Clients, Chromebooks und sogar Raspberry Pi. Diese Lösungen sollten sich intuitiv bedienen lassen, um die Zeitspanne zur vollen Akzeptanz unter den Mitarbeitern so gering wie möglich zu halten.

3. Sicherheit im Blick behalten

Die IT-Abteilung muss weiterhin die volle Kontrolle über die Sicherheit der virtuell bereitgestellten Anwendungen haben. Wird auf die richtige Lösung gesetzt, sind sowohl die geteilten Programme als auch die Datenressourcen, auf die über eine mobile Verbindung zugegriffen wird, in einem gesicherten zentralen Server gehalten. Dadurch verlassen die Daten den Server nie wirklich, wenn sie durch virtuelle Images für Remote-Mitarbeiter bereitgestellt werden. Es ist sogar eine strikte Trennung zwischen Unternehmensdaten und privaten Inhalten möglich.

Administratoren stellen serverbasierte Desktops und Anwendungen von einer zentralen Location aus bereit, wodurch sie Endpunkte einfach und unkompliziert sichern, Security-Lösungen ausrollen sowie wichtige Compliance-Anforderungen erfüllen. Weist die entsprechende Lösung weitere Security-Features auf, ist die maximale Sicherheit gewährleistet. Dazu zählen u.a. Multifaktor- oder Smartcard-Authentifizierung, fortschrittliche Verschlüsselungsprotokolle und eine granulare Filterung.

4. Die Vorteile der Cloud nutzen

Cloud Computing ist die Grundlage für effektives, mobiles Arbeiten. Mit einer entsprechenden Lösung, die auf die Vorteile der Cloud zurückgreift, haben Mitarbeiter die Möglichkeit von jedem Gerät sowie an jedem Ort produktiv zu arbeiten und das bei voller Datensicherheit. Dabei sind Cloud-Angebote bei vergleichbarer oder sogar besserer Leistung meist kostengünstiger als rein serverbasierte Lösungen. Wenn Unternehmen eine Lösung mit einem einfachen Lizenzierungsmodell einsetzen möchten, sollten sie darauf achten, dass die Software alle verfügbaren Dienste und einen klaren Upgrade-Pfad für eine optimale Skalierbarkeit umfasst. So bleiben die Kosten sowie der strukturelle Aufwand sowohl für die Finanz- als auch die IT-Abteilung überschaubar. IT-Verantwortliche ermöglichen mobiles Arbeiten dann innerhalb kürzester Zeit.

Eine Umstrukturierung der Arbeitsweise kann auf einige Konzerne zunächst abschreckend wirken. Um jedoch nicht das Risiko einzugehen, den gesamten Geschäftsbetrieb stilllegen zu müssen oder auf Notlösungen zurückzugreifen, ist eine solche Veränderung sinnvoll. Eine entsprechende Vorbereitung kann in den meisten Fällen unter Umständen auch kurzfristig von statten gehen. Werden hierbei gewisse administrative Schritte berücksichtigt, lohnt sich die Etablierung von „Mobile Work“ in jedem Fall – nicht nur für Krisensituationen, sondern auch dann, wenn alles wieder zur Normalität übergeht.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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