Mit dem passenden Hygienekonzept

Infektionsketten brechen

Tim L. Lehner, Geschäftsführer der Halloschön GmbH, spricht über Hygienekonzepte in Impfzentren und Büros.

Tim L. Lehner, Halloschön GmbH

Tim Lehner von Halloschön geht davon aus, dass Hygienekonzepte und ein grundlegender Infektionsschutz durch präventive Hygienemaßnahmen über die Pandemie hinaus eine hohe Relevanz haben werden.

MOB: Herr Lehner, wie sollte die Regulierung an den Ein- und Ausgängen von Impfzentren gestaltet sein (Stichwort: Zutrittskontrolle)?
Tim Lehner:
Hier empfehle ich einen Blick nach Fern-Ost: medizinische Masken, Hygieneschleuse zur Händedesinfektion, automatische Temperaturmessung, Erfassung der eintretenden Personen durch einen Sensor – analog zum Einsatz im stationären Handel: Wie viele Personen haben den Zugang betreten und verlassen? Bei einer Anmeldung sollte die Möglichkeit geboten werden, notwendige Formulare digital abzurufen und auszufüllen, beispielsweise über einen QR-Code. So hat man lediglich sein eigenes Smartphone in der Hand und unnötige Papierstapel werden vermieden.

MOB: Was sind häufige Herausforderungen und Stolpersteine bei der Implementierung solcher Lösungen?
Lehner:
Die größte Herausforderung bei nahezu allen Hygienekonzepten ist, die Mehrheit der davon betroffenen Personen zur effektiven Einhaltung zu bringen – z.B. die Masken runterzuziehen, um sich in die Hand zu niesen, ist nicht so förderlich. Was man da nicht schon alles gesehen hat. Die Hände mal eben unter den Desinfektionsspender zu halten, macht auch nur dann Spaß, wenn das Desinfektionsmittel nicht nach billigstem Tequila riecht. Kleine Nudges, Anreize und Humor befördern die Einhaltung der Vorschriften.

MOB: Welche Rolle werden solche Hygienekonzepte z.B. in Unternehmen/Büros in Zukunft spielen, wenn immer mehr Menschen geimpft sind?
Lehner:
Wir gehen davon aus, dass Hygienekonzepte und ein grundlegender Infektionsschutz durch präventive Hygienemaßnahmen über die Pandemie hinaus eine hohe Relevanz haben werden. In Anbetracht der aktuellen Virusmutationen wird es wohl nie ein „nach“ Covid-19 geben – nur ein „mit“. Abschließend wird das erst die Zeit nach der Impfung des Großteils der Bevölkerung sowie die Entwicklung der Mutationen zeigen. Doch unabhängig von Covid-19: Welcher Arbeitgeber hätte nicht gerne weniger Krankheitsausfälle durch die Infekte, die wir historisch als „unvermeidliches Übel“ hingenommen haben? Die Pandemie hat uns allen einiges über die Entwicklung des Infektionsgeschehens gelehrt. Besonders auch, wie man diese Infektionsketten brechen kann. Die Sensibilität dafür ist gestiegen.

Bildquelle: Halloschön GmbH

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