Smart City

Intelligente Konzepte für den Klimaschutz?

Umwelt- und Klimaschützer gehen dieser Tage verstärkt auf die Barrikaden. Warum? Der Hambacher Forst soll zugunsten des Kohleabbaus gerodet werden – und auch die Dieselaffäre steht derzeit mal wieder im Fokus. Hinsichtlich letzterer hat die Bundesregierung nun allerdings ein Maßnahmenpaket vorgestellt.

Baum

Grüne Fassaden könnten die innerstädtische Temperatur regulieren und Luftqualität verbessern.

Dazu wurde jüngst eine Nachtschicht im Bundeskanzleramt eingelegt. In den frühen Morgenstunden des 2. Oktobers 2018 präsentierten die Spitzen der Koalition dann ein gemeinsames „Konzept für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität“. Erklärtes Ziel der Bundesregierung sei es, die Luftqualität in den Städten zu verbessern, dabei jedoch Fahrverbote soweit wie möglich zu vermeiden. Die ursprüngliche VW-Abgasaffäre im Jahr 2015 war Auslöser einer weitreichenden Krise in der Automobilindustrie. Studien stellten bei den Modellen deutscher und anderer Hersteller Abweichungen zwischen realen und Prüfstandemissionen fest. Hier gewann gerade das Problem der überhöhten Stickoxidwerte bei Dieselfahrzeugen stark an öffentlicher Aufmerksamkeit und wurde in den letzten drei Jahren immer wieder in den Fokus gerückt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Aktuell sollen noch zahlreiche deutsche Städte den Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 μg/m³ Luft im Jahresmittel überschreiten. Hier muss natürlich was geschehen! Wenn dabei Fahrverbote rechtlich unumgänglich sind, sollen laut Bundesregierung Nachteile für Dieselbesitzer „möglichst ausgeschlossen“ werden. Dies gelte sowohl für finanzielle Belastungen als auch für Nutzungseinschränkungen. Auch die Automobilindustrie sei hier in der Pflicht. Für die Bewohner besonders betroffener Städte und angrenzender Landkreise sowie Pendler soll es etwa die Möglichkeit geben, ihr Fahrzeug mit „attraktiven Prämien“ umzutauschen oder ihren Pkw nachzurüsten. Bislang fehlen allerdings feste Zusagen der Autobauer, dass sie die Kosten der umstrittenen Motornachrüstungen übernehmen.

Unabhängig vom Abgasskandal und dem vorgelegten Maßnahmenpaket gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in den Städten zu leisten – etwa mithilfe smarter, intelligenter Konzepte. So könnten beispielsweise grüne Fassaden die innerstädtische Temperatur regulieren und Luftqualität verbessern, während intelligente Sensoren die Straßenbeleuchtung oder Müllentsorgung regeln und Smart-Parking-Apps ihre Nutzer ohne Umwege zu freien Parkplätzen leiten. Welche weiteren Möglichkeiten solche Smart-City-Projekte bieten und wie digital Deutschlands Städte anno 2018 sind, erfahren Sie an dieser Stelle.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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