64 Bit mit Fingerabdruck-Sensor

iPhone 5S und 5C: Schnell, bunt, teuer

Apple stellt gleich zwei neue iPhones vor: Das 64-Bit-Flaggschiff iPhone 5S und das vielfarbige iPhone 5C als Einsteigermodell.

  • Das iPhone 5S

  • Das iPhone 5C

  • Lederhüllen für das iPhone5S

Ja, es gibt jetzt noch ein preiswertes iPhone 5C, das mit bunter Plastikhülle recht poppig um die Ecke kommt. Doch es wirkt ein wenig wie ein dezent missratener Scherz: Apple hält einen Preis von 600 Euro (Verzeihung: von nur noch 599,- €) für ein Einsteiger-Modell für gerechtfertigt.

Die Preise mit Vertrag dürften allerdings deutlich darunter liegen, in den USA soll es das kleinere 16-GB-Modell bereits ab 99 Dollar geben. Wer trotz geringem Budget ein vertragsfreies Gerät haben will, kann als drittes Modell immer noch das iPhone 4S mit 8 GB für eher günstige 400 Euro kaufen. Allerdings: Es ist nicht mehr unbedingt an der Speerspitze des mobilen Fortschritts.

Auch das iPhone 5C ist keine Avantgarde, sondern ein alter Bekannter, nämlich ein leicht verbessertes 5er-iPhone mit anderem Gehäuse. Es ist ab dem 13. September verfügbar und kommt direkt mit iOS 7 an Bord. Viel interessanter ist aber das Flaggschiff, das in Hunderterschritten ab 700 Euro den Preisberg erklimmt. Für dass Spitzenmodell mit 64 GB werden dann sagenhafte 900 Euro fällig - Apple will wohl bald die Tausendermarke reißen.

Das neue iPhone 5S hat zwar dieselbe Bauform und Display-Größe, ist aber gegenüber dem Vorgänger deutlich aufgewertet, auch wenn revolutionäre Innovationen ausbleiben. Doch bei der fälligen Modellpflege hat sich Apple Mühe gegeben und verbaut erstmals den 64-Bit-Prozessor A7. Er bringt gegenüber dem iPhone 5 etwa eine Verdopplung der Arbeitsgeschwindigkeit.

Außerdem gibt es einen Koprozessor: Der M7 bearbeitet exklusiv die Daten von Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass. Die Technologie und die entsprechende API zielt in erster Linie auf den Bereich “Gesundheit / Fitness”, der bei Apps zu den Boomsektoren zählt. Damit dürfte sich der Vorsprung des Apple-Ökosystems verstetigen, auch bei Anwendungen aus der Medizin.

Doch bei Apple sind die Schauwerte besonders wichtig. Für einen gewissen Spott sorgten bereits im Vorfeld die Infos, das es ein goldendes iPhone geben werden. Und so kam es: Das iPhone 5S kommt in Spacegrau, Gold und Silber/Weiß. Wer Farbe will, kann sich eines von fünf dezenten Leder-Cases kaufen. Zur Produkteinführung am 20. September gibt es für eine kurze Zeit auch eines in knallrotem Leder.

Ob nacktes Metall oder handschmeichelndes Leder, unter der Haube ist mehr als nur die Verdoppelung der Bitbreite geschehen: Neben einer verbesserten Kamera gibt es auch noch einen Finderabdrucksensor, der im Home-Button intergriert ist. Er soll das Sperren, Entsperren und iTunes-Käufe ermöglichen - nur für eine oder mehrere mit Fingerabdruck registrierte Personen.

Das sorgte direkt für Aufregung, Besorgnis und Bedenken, immerhin gilt Biometrie als Orwell-Technologie schlechthin. Apple hat aber versichert, die biometrischen Daten nur auf dem Gerät und das auch noch verschlüsselt zu speichern. Das Problem dabei: Bis Ende Mai hätte das auch jeder geglaubt.

Bildquelle: Apple

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