Zu welchem Anteil (in %) wird das Thema Digitalisierung in der Berichterstattung über die Parteien behandelt? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über Martin Schulz? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über Angela Merkel? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über die FDP? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über die Union? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über die Linke? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über die Grünen? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über die SPD? Quelle: Echobot
Wie verteilen sich die Schwerpunktthemen in der Berichterstattung über die AFD? Quelle: Echobot
Welche Themen bringen Social-Media-Nutzer am häufigsten mit den Parteien und der Digitalisierung in Verbindung? Quelle: Echobot
Übereinstimmung der Wahlprogramme und Wahlprüfsteine mit der BITMi Position. Quelle: BITMi
Übereinstimmung der Wahlprogramme und Wahlprüfsteine mit der BITMi Position. Quelle: BITMi
Übereinstimmung der Wahlprogramme und Wahlprüfsteine mit der BITMi Position. Quelle: BITMi
Übereinstimmung der Wahlprogramme und Wahlprüfsteine mit der BITMi Position. Quelle: BITMi
Übereinstimmung der Wahlprogramme und Wahlprüfsteine mit der BITMi Position. Quelle: BITMi
Übereinstimmung der Wahlprogramme und Wahlprüfsteine mit der BITMi Position. Quelle: BITMi
Grundsätzlich kommt das Zukunftsthema Digitalisierung im Wahlkampf viel zu kurz: Nur durchschnittlich 2,8 Prozent der Online-Berichte über CDU, SPD, Grüne und Co. thematisieren die Digitalisierung, so eine aktuelle Untersuchung. Auch im TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz spielte das Thema Digitalisierung keine Rolle.
Geschickt inszeniert sich jedoch FDP-Frontmann Christian Lindner, immer am Rande der Satire, als Digital Native. Freilich ist es auch digital naiv, wenn der Slogan lautet: Digital First, Bedenken Second.
Dass diese Selbstdarstellung trotzdem fruchtet, zeigt die besagte Untersuchung der Online-Berichterstattung des Technologieunternehmens Echobot. Knapp 60.000 Online-Medien wurden im Zeitraum des Wahljahres 2017 analysiert. Die Karlsruher gingen der Frage nach, wieviel Aufmerksamkeit Parteien und Medien der digitalen Revolution im Netz bisher gezollt haben. Eindeutiger Sieger im Ranking ist die FDP. Allerdings sind die reinen Zahlen ernüchternd: Selbst in den Digitalmedien entfallen beim Spitzenreiter gerade einmal 4 Prozent der Berichte auf die Problemstellungen der Digitalisierung.
In einer weiteren Analyse liegen ebenfalls die Freie Demokraten vorne: Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) die Parteien, die voraussichtlich in den 19. Deutschen Bundestag einziehen werden, einem mittelstandsorientierten, digitalpolitischen Check unterzogen. Wenig überraschend liegt hier die FDP vorne.
>>>Die Auswertungsdiagramme des BITMi für die sechs Parteien finden sich oben in der Bildergalerie.<<<
„Die Digitalisierung hält sich nicht an die gewohnte Geschwindigkeit der Politik, wir müssen vielmehr in vollkommen anderen Größenordnungen in die Chancen der Digitalisierung investieren. Diese Erkenntnis fehlt immer noch in der Politik, das muss sich zum Erhalt unseres Wohlstandes in der Zukunft dringend ändern“, mahnt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi an.
Wähler und Parteien im Social Web diskutieren ebenfalls kontrovers: Rund 5,3 Milliarden Posts in sozialen Netzwerken analysierte Echobot, um häufige Stichworte im Parteienvergleich zu extrahieren. Ergebnis: Die Neuland-Debatte ließ sich für die CDU bisher nicht abschütteln, während die FDP mit ihrer Forderung nach einem Digitalministerium einen Schwerpunkt setzen konnte.
Unterm Strich bleibt – wenn man langfristig gesehen auch das Verschwinden der Piratenpartei aus den medialen Berichten dazu nimmt – die Ernüchterung, dass mit dem Thema Digitalisierung kein Wahlkampf zu machen und zu gewinnen ist. Dafür ist die Bevölkerung in Deutschland zu alt und die Materie zu komplex für die schwarzweißen, medialen Strohfeuer.
Apropos Piraten: Vor wenigen Tagen wurde die Partei elf Jahre alt, hat noch rund 11.000 Mitglieder und im aktuellen Wahlkampf das Motto: "Freu Dich aufs Neuland!" Schwerpunkte sind weiterhin Netzpolitik, Datenschutz und die Forderung nach Transparenz im politischen Raum.
Bildquelle: Echobot / BITMi